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Das Verhältnis von Ökonomie und Ökologie ist heute stark gestört, da Umweltzerstörungen darauf hindeuten, dass die Ökonomie mit der Ökologie in Konflikt geraten ist. Um diese Entwicklung besser zu verstehen, ist ein ideengeschichtlicher Zugang sinnvoll. Es gilt zu klären, unter welchen Voraussetzungen die klassische ökonomische Theorie entstand und welche Annahmen über die Natur sie enthält. Der Autor rekonstruiert die Naturtheorie von Adam Smith und zeigt, dass die klassische Politische Ökonomie auf der Annahme einer natürlichen Teleologie beruht, die auf Argumentationsmustern der natürlichen Theologie basiert. Ein Konflikt zwischen Ökonomie und Naturhaushalt wird ausgeschlossen, da dieser in die Domäne Gottes gehört. Der kritische Punkt zwischen Gesellschaft und Natur liegt im Verhältnis zwischen Bevölkerung und Subsistenz, wobei eine Harmonie zwischen Bevölkerungswachstum und Nahrungsgrundlage unterstellt wird. Mit der Mobilisierung von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik wurde jedoch der Konflikt zwischen einer stationären Natur und einer dynamischen Geschichte sichtbar. In der Malthusdebatte des 19. Jahrhunderts wurde dieser Konflikt polemisch formuliert: Die Natur stellte dem gesellschaftlichen Fortschritt eine objektive Ressourcenschranke entgegen. Der Autor verfolgt die Malthusdebatte in England und Deutschland und kommt zu dem Schluss, dass die klassische politische Ökonomie von ideologischen Annahmen geprägt ist. Ei
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Bevölkerungswachstum und Naturhaushalt, Rolf Peter Sieferle
- Język
- Rok wydania
- 1990
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- Tytuł
- Bevölkerungswachstum und Naturhaushalt
- Język
- niemiecki
- Autorzy
- Rolf Peter Sieferle
- Wydawca
- Suhrkamp
- Rok wydania
- 1990
- ISBN10
- 3518580701
- ISBN13
- 9783518580707
- Seria
- Tagi
- Opis
- Das Verhältnis von Ökonomie und Ökologie ist heute stark gestört, da Umweltzerstörungen darauf hindeuten, dass die Ökonomie mit der Ökologie in Konflikt geraten ist. Um diese Entwicklung besser zu verstehen, ist ein ideengeschichtlicher Zugang sinnvoll. Es gilt zu klären, unter welchen Voraussetzungen die klassische ökonomische Theorie entstand und welche Annahmen über die Natur sie enthält. Der Autor rekonstruiert die Naturtheorie von Adam Smith und zeigt, dass die klassische Politische Ökonomie auf der Annahme einer natürlichen Teleologie beruht, die auf Argumentationsmustern der natürlichen Theologie basiert. Ein Konflikt zwischen Ökonomie und Naturhaushalt wird ausgeschlossen, da dieser in die Domäne Gottes gehört. Der kritische Punkt zwischen Gesellschaft und Natur liegt im Verhältnis zwischen Bevölkerung und Subsistenz, wobei eine Harmonie zwischen Bevölkerungswachstum und Nahrungsgrundlage unterstellt wird. Mit der Mobilisierung von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik wurde jedoch der Konflikt zwischen einer stationären Natur und einer dynamischen Geschichte sichtbar. In der Malthusdebatte des 19. Jahrhunderts wurde dieser Konflikt polemisch formuliert: Die Natur stellte dem gesellschaftlichen Fortschritt eine objektive Ressourcenschranke entgegen. Der Autor verfolgt die Malthusdebatte in England und Deutschland und kommt zu dem Schluss, dass die klassische politische Ökonomie von ideologischen Annahmen geprägt ist. Ei