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So schön ist Erfurt

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Erfurt war früh eine bedeutende Handelsmetropole, begünstigt durch ihre Lage an alten Handelsstraßen seit dem 8. Jahrhundert. Im Mittelalter erlebte die Stadt einen Aufschwung, insbesondere durch den Handel mit der begehrten Farbpflanze Waid, die hier in Fülle wuchs. Die Bürger wurden wohlhabend und gründeten 1392 eine Universität, die als erste deutsche Institution alle vier klassischen Fakultäten vereinte. Zu den bekanntesten Studenten zählt Martin Luther, der 1501 Jura studierte. Neuere Forschungen deuten darauf hin, dass auch Johannes Gutenberg hier studierte. Bereits im 15. Jahrhundert wurde in Erfurt mit beweglichen Lettern gedruckt. Der Niedergang der Stadt begann, als die sächsischen Fürsten Leipzigs Einfluss festigten und der günstigere Indigo den Waidhandel beeinträchtigte. Im 17. Jahrhundert erlebte Erfurt durch den gewerblichen Gartenbau eine Renaissance, insbesondere durch Kressekulturen, die auch in Frankreich gefragt waren. Von 1807 bis 1814 stand Erfurt unter französischer Herrschaft, während dieser Zeit fand die berühmte Begegnung zwischen Napoleon und Goethe statt. Ein bedeutendes Ereignis in der Stadtgeschichte war das Treffen von Willi Stoph und Willy Brandt 1970, das den Grundlagenvertrag zwischen den beiden deutschen Staaten vorbereitete. Seit der friedlichen Revolution 1989 ist Erfurt wieder Landeshauptstadt von Thüringen und beherbergt heute 206.000 Menschen.

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So schön ist Erfurt, Jost Schilgen

Język
Rok wydania
1998
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
So schön ist Erfurt
Język
francuski
Rok wydania
1998
Oprawa
twarda
ISBN10
3921957680
ISBN13
9783921957684
Seria
Opis
Erfurt war früh eine bedeutende Handelsmetropole, begünstigt durch ihre Lage an alten Handelsstraßen seit dem 8. Jahrhundert. Im Mittelalter erlebte die Stadt einen Aufschwung, insbesondere durch den Handel mit der begehrten Farbpflanze Waid, die hier in Fülle wuchs. Die Bürger wurden wohlhabend und gründeten 1392 eine Universität, die als erste deutsche Institution alle vier klassischen Fakultäten vereinte. Zu den bekanntesten Studenten zählt Martin Luther, der 1501 Jura studierte. Neuere Forschungen deuten darauf hin, dass auch Johannes Gutenberg hier studierte. Bereits im 15. Jahrhundert wurde in Erfurt mit beweglichen Lettern gedruckt. Der Niedergang der Stadt begann, als die sächsischen Fürsten Leipzigs Einfluss festigten und der günstigere Indigo den Waidhandel beeinträchtigte. Im 17. Jahrhundert erlebte Erfurt durch den gewerblichen Gartenbau eine Renaissance, insbesondere durch Kressekulturen, die auch in Frankreich gefragt waren. Von 1807 bis 1814 stand Erfurt unter französischer Herrschaft, während dieser Zeit fand die berühmte Begegnung zwischen Napoleon und Goethe statt. Ein bedeutendes Ereignis in der Stadtgeschichte war das Treffen von Willi Stoph und Willy Brandt 1970, das den Grundlagenvertrag zwischen den beiden deutschen Staaten vorbereitete. Seit der friedlichen Revolution 1989 ist Erfurt wieder Landeshauptstadt von Thüringen und beherbergt heute 206.000 Menschen.