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Das Recht der Sieger

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Sieger haben immer Recht. Diese Erfahrung haben die Deutschen nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg in vielfältiger Weise machen müssen. Militärisch geschlagen, sollten sie politisch umerzogen und zu Demokraten werden. Doch damit allein begnügten sich die neuen Machthaber oft nicht. Sie griffen in das Alltagsleben der Besiegten ein, wo immer das nur möglich war: Die Menschen in der Sowjetischen Besatzungszone hatten plötzlich nach Moskauer Ortszeit aufzustehen und zu arbeiten. In der französischen Zone mussten die Deutschen per Deklaration den Besatzern „ehrerbietig“ begegnen, Männer hatten zum Gruß den Hut abzunehmen. Amerikaner ließen Stadträte aus „erzieherischen“ Gründen mit bloßen Händen Leichen umbetten. Der Autor beschreibt anhand dieser Absurditäten eine Phase, in der die Alliierten einen quasi rechtsfreien Raum betraten und teils – recht brachial – besetzten. Am Beispiel der unmittelbaren Nachkriegsgeschichte lässt sich exemplarisch die schmerzhafte Wandlung der Sieger zu Besatzern oder Beschützern nachzeichnen. Wenn sich auch mit Kriegsende die Teilung in eine westliche und eine östliche Einflusssphäre abzeichnete: Absurdistan war überall.

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Das Recht der Sieger, Volker Koop

Język
Rok wydania
2004
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Das Recht der Sieger
Język
niemiecki
Rok wydania
2004
Oprawa
twarda
Liczba stron
176
ISBN10
3898090493
ISBN13
9783898090490
Seria
Ocena
3 z 5
Opis
Sieger haben immer Recht. Diese Erfahrung haben die Deutschen nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg in vielfältiger Weise machen müssen. Militärisch geschlagen, sollten sie politisch umerzogen und zu Demokraten werden. Doch damit allein begnügten sich die neuen Machthaber oft nicht. Sie griffen in das Alltagsleben der Besiegten ein, wo immer das nur möglich war: Die Menschen in der Sowjetischen Besatzungszone hatten plötzlich nach Moskauer Ortszeit aufzustehen und zu arbeiten. In der französischen Zone mussten die Deutschen per Deklaration den Besatzern „ehrerbietig“ begegnen, Männer hatten zum Gruß den Hut abzunehmen. Amerikaner ließen Stadträte aus „erzieherischen“ Gründen mit bloßen Händen Leichen umbetten. Der Autor beschreibt anhand dieser Absurditäten eine Phase, in der die Alliierten einen quasi rechtsfreien Raum betraten und teils – recht brachial – besetzten. Am Beispiel der unmittelbaren Nachkriegsgeschichte lässt sich exemplarisch die schmerzhafte Wandlung der Sieger zu Besatzern oder Beschützern nachzeichnen. Wenn sich auch mit Kriegsende die Teilung in eine westliche und eine östliche Einflusssphäre abzeichnete: Absurdistan war überall.