Bookbot

Nach Nürnberg und Tokio

"Vergangenheitsbewältigung" in Japan und Westdeutschland 1945 bis 1968

Ocena książki

Parametry

Więcej o książce

Nach dem Zweiten Weltkrieg standen in Nürnberg und Tokio die Hauptvertreter des Nationalsozialismus und des japanischen Ultranationalismus vor Gericht und mussten sich für die von beiden Diktaturen begangenen Massenverbrechen verantworten. Japan hatte es jedoch schwerer als Westdeutschland, seine Vergangenheit zu bewältigen. Dies lag nicht nur daran, dass die Verbrechen teilweise schwer vergleichbar waren und der Tennô in Tokio nicht angeklagt wurde. Vielmehr konnten die Japaner nach dem Schock der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki einen Opferstatus reklamieren, der ihre eigenen Verbrechen lange Zeit in den Hintergrund drängte. Im Gegensatz dazu blieb den Deutschen, trotz Bombenkrieg und Vertreibung, eine solche Ausflucht verwehrt. Zudem war Japan als von den USA unterstütztes Bollwerk gegen den ostasiatischen Kommunismus einem geringeren äußeren Druck ausgesetzt als die in internationale Wirtschafts- und Verteidigungsgemeinschaften eingebundene Bundesrepublik. Manfred Kittel untersucht die Rolle innerer Kräfte – der konservativen Regierung, der linken Opposition, der Medien und der Geschichtswissenschaft – im Umgang mit der Vergangenheit: bei der Ahndung von Kriegsverbrechen, der Wiedergutmachung für Opfer und der Entwicklung der politischen Kultur in einer shintôistisch bzw. protestantisch geprägten Erinnerungslandschaft bis hin zur Studentenbewegung der 1960er Jahre.

Zakup książki

Nach Nürnberg und Tokio, Manfred Kittel

Język
Rok wydania
2004
Oprawa
(miękka)
Jak tylko się pojawi, wyślemy Ci wiadomość e-mail.

Metody płatności

3,0
Dobra
1 Ocena

Brakuje nam tutaj Twojej recenzji.

Tytuł
Nach Nürnberg und Tokio
Podtytuł
"Vergangenheitsbewältigung" in Japan und Westdeutschland 1945 bis 1968
Język
niemiecki
Wydawca
Oldenbourg
Rok wydania
2004
Oprawa
miękka
ISBN10
3486575732
ISBN13
9783486575736
Seria
Ocena
3 z 5
Opis
Nach dem Zweiten Weltkrieg standen in Nürnberg und Tokio die Hauptvertreter des Nationalsozialismus und des japanischen Ultranationalismus vor Gericht und mussten sich für die von beiden Diktaturen begangenen Massenverbrechen verantworten. Japan hatte es jedoch schwerer als Westdeutschland, seine Vergangenheit zu bewältigen. Dies lag nicht nur daran, dass die Verbrechen teilweise schwer vergleichbar waren und der Tennô in Tokio nicht angeklagt wurde. Vielmehr konnten die Japaner nach dem Schock der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki einen Opferstatus reklamieren, der ihre eigenen Verbrechen lange Zeit in den Hintergrund drängte. Im Gegensatz dazu blieb den Deutschen, trotz Bombenkrieg und Vertreibung, eine solche Ausflucht verwehrt. Zudem war Japan als von den USA unterstütztes Bollwerk gegen den ostasiatischen Kommunismus einem geringeren äußeren Druck ausgesetzt als die in internationale Wirtschafts- und Verteidigungsgemeinschaften eingebundene Bundesrepublik. Manfred Kittel untersucht die Rolle innerer Kräfte – der konservativen Regierung, der linken Opposition, der Medien und der Geschichtswissenschaft – im Umgang mit der Vergangenheit: bei der Ahndung von Kriegsverbrechen, der Wiedergutmachung für Opfer und der Entwicklung der politischen Kultur in einer shintôistisch bzw. protestantisch geprägten Erinnerungslandschaft bis hin zur Studentenbewegung der 1960er Jahre.