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Dämonie des Biedermeier

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  • 398 stron
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Das vorige Jahrhundert hat um ihn, den am 13. August 1802 Geborenen, die düsteren Schleier der Melancholie gehängt. Teils aus sentimentalem Missverstehen, teils um die Wucht seines Freiheitsdranges zu bemänteln, wurde er oft ins Lyrisch-Private umgedeutet. Dabei war kein großer österreichischer Klassiker so radikal bemüht, die Fesseln von Ideologien abzuschütteln. Ein elegischer Revolutionär, der seinen spontan aufbrechenden Gefühlen nachgab und sie durch ausufernde Studien absicherte, war er ein unsicherer Kantonist und ein bewegter Geist von europäischem Format. Sein Kampf um eine gereinigte christliche Lehre bringt die „Albigenser“ auf den Index, nachdem sein „Savonarola“ zuvor die Dichter des Jungen Deutschland vergrämt hatte. Obwohl sie ihn und seine „Polenlieder“ zunächst begrüßten, war er kein Parteigänger, sondern ein nervös witternder Geist, der an seinen Überzeugungen unbeugsam festhielt. Nach einer enttäuschenden Reise nach Amerika, wo er die Ausmordung und Vertreibung der Indianer miterlebte, kehrt er nach Schwaben und dann nach Österreich zurück. Vor dem menschenverachtenden Liberalismus vergräbt er sich jahrelang in Hegel und debattiert mit namhaften Denkern. Nach einem paralytischen Zusammenbruch wird er in Stuttgart behandelt und stirbt 1850 in einer Heilanstalt in Wien-Oberdöbling.

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Dämonie des Biedermeier, Roman Roc ek

Język
Rok wydania
2005
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Dämonie des Biedermeier
Język
niemiecki
Wydawca
Böhlau
Rok wydania
2005
Oprawa
twarda
Liczba stron
398
ISBN10
3205993691
ISBN13
9783205993698
Seria
Tagi
Opis
Das vorige Jahrhundert hat um ihn, den am 13. August 1802 Geborenen, die düsteren Schleier der Melancholie gehängt. Teils aus sentimentalem Missverstehen, teils um die Wucht seines Freiheitsdranges zu bemänteln, wurde er oft ins Lyrisch-Private umgedeutet. Dabei war kein großer österreichischer Klassiker so radikal bemüht, die Fesseln von Ideologien abzuschütteln. Ein elegischer Revolutionär, der seinen spontan aufbrechenden Gefühlen nachgab und sie durch ausufernde Studien absicherte, war er ein unsicherer Kantonist und ein bewegter Geist von europäischem Format. Sein Kampf um eine gereinigte christliche Lehre bringt die „Albigenser“ auf den Index, nachdem sein „Savonarola“ zuvor die Dichter des Jungen Deutschland vergrämt hatte. Obwohl sie ihn und seine „Polenlieder“ zunächst begrüßten, war er kein Parteigänger, sondern ein nervös witternder Geist, der an seinen Überzeugungen unbeugsam festhielt. Nach einer enttäuschenden Reise nach Amerika, wo er die Ausmordung und Vertreibung der Indianer miterlebte, kehrt er nach Schwaben und dann nach Österreich zurück. Vor dem menschenverachtenden Liberalismus vergräbt er sich jahrelang in Hegel und debattiert mit namhaften Denkern. Nach einem paralytischen Zusammenbruch wird er in Stuttgart behandelt und stirbt 1850 in einer Heilanstalt in Wien-Oberdöbling.