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Herrschaft und Loyalität in der spätosmanischen Gesellschaft

Das Beispiel der multikonfessionellen Herzegowina

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  • 789 stron
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Die Reformer der Tanzimat, des großen, am „Westen“ ausgerichteten osmanischen Modernisierungsprojekts im 19. Jahrhundert, versuchten angesichts einer fortschreitenden europäischen Expansionspolitik das Bestehen des Osmanischen Reiches zu retten. Ein zentraler Aspekt war hierbei eine „Erneuerung“ der herrschaftlichen Ordnung. Als Folge wurden in vielen Bereichen – nicht nur in der gesamtstaatlichen Regierungspraxis, sondern auch regional und lokal – selbst tief etablierte Machtbeziehungen radikal in Frage gestellt. Bis in die entferntesten Provinzen war dieser Reformanlauf zu spüren. Am Beispiel einer der vielen multikonfessionellen, multiethnischen Regionen des spätosmanischen Südosteuropa, jener der Herzegowina, zeigt dieses Buch, wie sich das gesellschaftliche Zusammenleben der Menschen verschiedener sozialer und konfessioneller Zugehörigkeiten in dieser Zeit gestalten konnte und wie es von dem auf die Agenda gesetzten „Aufbruch in die Moderne“ betroffen wurde. Mit besonderem Interesse wird dabei auf alltägliche Macht- und Loyalitätsbeziehungen geblickt. Letztlich wird dabei auch der Frage nachgegangen, wieso in den 1870er Jahren im sogenannten Herzegowinischen Aufstand diese Region in eine gewaltüberschattete Anarchie schlittern konnte.

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Herrschaft und Loyalität in der spätosmanischen Gesellschaft, Hannes Grandits

Język
Rok wydania
2008
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Herrschaft und Loyalität in der spätosmanischen Gesellschaft
Podtytuł
Das Beispiel der multikonfessionellen Herzegowina
Język
niemiecki
Wydawca
Böhlau
Rok wydania
2008
Oprawa
miękka
Liczba stron
789
ISBN10
3205778022
ISBN13
9783205778028
Seria
Tagi
Opis
Die Reformer der Tanzimat, des großen, am „Westen“ ausgerichteten osmanischen Modernisierungsprojekts im 19. Jahrhundert, versuchten angesichts einer fortschreitenden europäischen Expansionspolitik das Bestehen des Osmanischen Reiches zu retten. Ein zentraler Aspekt war hierbei eine „Erneuerung“ der herrschaftlichen Ordnung. Als Folge wurden in vielen Bereichen – nicht nur in der gesamtstaatlichen Regierungspraxis, sondern auch regional und lokal – selbst tief etablierte Machtbeziehungen radikal in Frage gestellt. Bis in die entferntesten Provinzen war dieser Reformanlauf zu spüren. Am Beispiel einer der vielen multikonfessionellen, multiethnischen Regionen des spätosmanischen Südosteuropa, jener der Herzegowina, zeigt dieses Buch, wie sich das gesellschaftliche Zusammenleben der Menschen verschiedener sozialer und konfessioneller Zugehörigkeiten in dieser Zeit gestalten konnte und wie es von dem auf die Agenda gesetzten „Aufbruch in die Moderne“ betroffen wurde. Mit besonderem Interesse wird dabei auf alltägliche Macht- und Loyalitätsbeziehungen geblickt. Letztlich wird dabei auch der Frage nachgegangen, wieso in den 1870er Jahren im sogenannten Herzegowinischen Aufstand diese Region in eine gewaltüberschattete Anarchie schlittern konnte.