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Herbe Garbe, Weiberkittel

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  • 78 stron
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In der Vergangenheit war der Mensch oft verzweifelt den Naturgewalten ausgeliefert, und Glauben allein bot nicht immer die nötige Unterstützung. In ausweglosen Situationen entwickelte er Mittel zur Linderung, die Hoffnung schenkten und oft nur für kurze Zeit Trost brachten. Die heilige Maria wurde als Trösterin und die heilige Anna bis ins 18. Jahrhundert als Fürbitterin in Frauenfragen und als himmlische Fürsprecherin angesehen. Viele Heilige wurden als Schutzpatrone für das klägliche Dasein herangezogen. Besonders im bäuerlichen Umfeld verband man sie oft mit bestimmten Dingen und Fähigkeiten der Natur, da diese als heiliges Element empfunden wurde, dem man schicksalhaft ausgeliefert war. Der kleine Alchemist füllte den Grund des Blatttrichters mit flüchtigem Himmelswasser, um Gewitter abzuwehren und Schmerzen zu lindern. Der Zackenmantel der Madonna symbolisierte die Aufnahme von Bedürftigen, wie armen Kindern, Alten, Siechen, Migranten und Asozialen, zur lieblichen Einwohnung des Herrn. Diese Bilder wurden umso intensiver herbeigesehnt, je weiter die Macht realer Hilfe entfernt war. So sah sie sich selbst in der Gestalt eines Vögleins zum Schoß des Herrn fliegen, um in Gotts Genuss zu ruhen, mit geschlossenen Augen.

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Herbe Garbe, Weiberkittel, Bodo Hell

Język
Rok wydania
2008
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Herbe Garbe, Weiberkittel
Język
niemiecki
Autorzy
Bodo Hell
Wydawca
Marmelade
Rok wydania
2008
Oprawa
miękka
Liczba stron
78
ISBN10
3950257802
ISBN13
9783950257809
Seria
Tagi
Opis
In der Vergangenheit war der Mensch oft verzweifelt den Naturgewalten ausgeliefert, und Glauben allein bot nicht immer die nötige Unterstützung. In ausweglosen Situationen entwickelte er Mittel zur Linderung, die Hoffnung schenkten und oft nur für kurze Zeit Trost brachten. Die heilige Maria wurde als Trösterin und die heilige Anna bis ins 18. Jahrhundert als Fürbitterin in Frauenfragen und als himmlische Fürsprecherin angesehen. Viele Heilige wurden als Schutzpatrone für das klägliche Dasein herangezogen. Besonders im bäuerlichen Umfeld verband man sie oft mit bestimmten Dingen und Fähigkeiten der Natur, da diese als heiliges Element empfunden wurde, dem man schicksalhaft ausgeliefert war. Der kleine Alchemist füllte den Grund des Blatttrichters mit flüchtigem Himmelswasser, um Gewitter abzuwehren und Schmerzen zu lindern. Der Zackenmantel der Madonna symbolisierte die Aufnahme von Bedürftigen, wie armen Kindern, Alten, Siechen, Migranten und Asozialen, zur lieblichen Einwohnung des Herrn. Diese Bilder wurden umso intensiver herbeigesehnt, je weiter die Macht realer Hilfe entfernt war. So sah sie sich selbst in der Gestalt eines Vögleins zum Schoß des Herrn fliegen, um in Gotts Genuss zu ruhen, mit geschlossenen Augen.