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Inquisition und Kunst

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Die antispanische „Schwarze Legende“ bestimmt bis heute unser Stereotyp von der Inquisition. Doch das Ketzergericht war eine höchst neuzeitliche, frühmoderne Institution, die die Macht der Bilder zu einer psychologisch berechneten Propaganda nutzte. Die vorliegende Marburger Habilitationsschrift behandelt nicht nur die bekannten Beispiele von El Grecos „Großinquisitor“ bis zu Francisco Goyas Gegen-Inszenierungen, etwa in den „Caprichos“, sondern präsentiert darüber hinaus ganz neues Material. Dabei verbinden sich motivische und ikonographische Analysen mit den methodischen Ansätzen der Sozial- und Mentalitätsgeschichte. Auch die soziologischen Begriffe „Inklusion“ und „Exklusion“ kommen zur Anwendung. So wird deutlich, dass es in der iberoamerikanischen Welt einen äußerst engen Zusammenhang von inquisitorischer Praxis und antisemitischer bzw. antimuslimischer Bildpropaganda gab, der noch bis in die Francozeit nachwirkte und dessen Analyse heute erstaunlich aktuelle Ergebnisse zeitigt.

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Inquisition und Kunst, Michael Scholz-Hänsel

Język
Rok wydania
2009
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Inquisition und Kunst
Język
niemiecki
Rok wydania
2009
Oprawa
miękka
Liczba stron
337
ISBN10
3865962483
ISBN13
9783865962485
Seria
Tagi
Opis
Die antispanische „Schwarze Legende“ bestimmt bis heute unser Stereotyp von der Inquisition. Doch das Ketzergericht war eine höchst neuzeitliche, frühmoderne Institution, die die Macht der Bilder zu einer psychologisch berechneten Propaganda nutzte. Die vorliegende Marburger Habilitationsschrift behandelt nicht nur die bekannten Beispiele von El Grecos „Großinquisitor“ bis zu Francisco Goyas Gegen-Inszenierungen, etwa in den „Caprichos“, sondern präsentiert darüber hinaus ganz neues Material. Dabei verbinden sich motivische und ikonographische Analysen mit den methodischen Ansätzen der Sozial- und Mentalitätsgeschichte. Auch die soziologischen Begriffe „Inklusion“ und „Exklusion“ kommen zur Anwendung. So wird deutlich, dass es in der iberoamerikanischen Welt einen äußerst engen Zusammenhang von inquisitorischer Praxis und antisemitischer bzw. antimuslimischer Bildpropaganda gab, der noch bis in die Francozeit nachwirkte und dessen Analyse heute erstaunlich aktuelle Ergebnisse zeitigt.