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Das gute alte West-Berlin

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Als Günter Brus 1969 nach West-Berlin ›auswanderte‹, lag die Aktion noch kein Jahr zurück, deretwegen er zu einer längeren Haftstrafe verurteilt worden war. Er zog es vor, sich zu entziehen, und zog mit Anni, seiner Frau, und Diana, der Tochter, in den Westen der damals ehemaligen deutschen Hauptstadt. Hier war ja schon so mancher österreichische Künstler aufs Beruhigendste gestrandet – H. C. Artmann, Oswald Wiener, Gerhard Rühm und viele andere. Das beliebte Lokal von Wiener trug also nicht von ungefähr den Namen ›Exil‹, und es wurde so neben der ›Paris-Bar‹ von Michel Würthle zum Treffpunkt für Flüchtlinge und deren Gesellen. Günter Brus versuchte, von seiner sehr tatkräftigen Frau mehr als unterstützt, ein Leben zwischen Bohème, Armutsgrenze und künstlerischer Entschlossenheit zu führen, das dann nahezu ein Jahrzehnt anhielt. Davon und von all denen, die ihm dort begegnet sind, erzählt Brus hier in seinem unnachahmlichen Tonfall hautnah aus der heiteren Distanz dessen, der alle Attacken künstlerisch triumphal und menschlich souverän überstanden hat. Es ist der dritte Band seiner Autobiografie. Der Mythos West-Berlin war ja einmal Realität und für viele eine Art rettender Lebenszwischenaufenthalt. Günter Brus kann es bezeugen.

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Das gute alte West-Berlin, Günter Brus

Język
Rok wydania
2010
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Das gute alte West-Berlin
Język
niemiecki
Rok wydania
2010
Oprawa
miękka
Liczba stron
177
ISBN10
3902497645
ISBN13
9783902497642
Seria
Tagi
Ocena
3,35 z 5
Opis
Als Günter Brus 1969 nach West-Berlin ›auswanderte‹, lag die Aktion noch kein Jahr zurück, deretwegen er zu einer längeren Haftstrafe verurteilt worden war. Er zog es vor, sich zu entziehen, und zog mit Anni, seiner Frau, und Diana, der Tochter, in den Westen der damals ehemaligen deutschen Hauptstadt. Hier war ja schon so mancher österreichische Künstler aufs Beruhigendste gestrandet – H. C. Artmann, Oswald Wiener, Gerhard Rühm und viele andere. Das beliebte Lokal von Wiener trug also nicht von ungefähr den Namen ›Exil‹, und es wurde so neben der ›Paris-Bar‹ von Michel Würthle zum Treffpunkt für Flüchtlinge und deren Gesellen. Günter Brus versuchte, von seiner sehr tatkräftigen Frau mehr als unterstützt, ein Leben zwischen Bohème, Armutsgrenze und künstlerischer Entschlossenheit zu führen, das dann nahezu ein Jahrzehnt anhielt. Davon und von all denen, die ihm dort begegnet sind, erzählt Brus hier in seinem unnachahmlichen Tonfall hautnah aus der heiteren Distanz dessen, der alle Attacken künstlerisch triumphal und menschlich souverän überstanden hat. Es ist der dritte Band seiner Autobiografie. Der Mythos West-Berlin war ja einmal Realität und für viele eine Art rettender Lebenszwischenaufenthalt. Günter Brus kann es bezeugen.