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Kleist – die Entdeckung der narzisstischen Wunde

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In der Schärfe seines Konflikts mit der gesellschaftlichen Norm seiner Zeit ist Kleist ein Wegweiser in die Moderne. Er durchleidet und beschreibt Vorgänge, die später als Individualisierung und Selbstverwirklichung bezeichnet wurden. Wolfgang Schmidbauer charakterisiert Kleist sowohl als seelisch belasteten Menschen wie auch als Pionier der Erforschung narzisstischer Konflikte. Mit dem Verlust der ständischen Ordnung und der festen Geschlechterrollen, die Kleist in seinen Schilderungen radikaler Liebe vorwegnimmt, wird die Abwehr von Ängsten zum zentralen Thema der keimenden Psychologie. Als Angstquelle wird – und in diesem Punkt ist Kleist schlechthin genial – das Ich entdeckt, das sich selbst beobachtet und sich vor dem eigenen Scheitern fürchtet. Damit gewinnt er psychologische Einsichten zur Selbstkonstitution, wie sie in vergleichbarer Weise erst im 20. Jahrhundert durch die Psychoanalyse aufgedeckt werden.

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Kleist – die Entdeckung der narzisstischen Wunde, Dr. Wolfgang Schmidbauer

Język
Rok wydania
2011
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Kleist – die Entdeckung der narzisstischen Wunde
Język
niemiecki
Rok wydania
2011
Oprawa
miękka
Liczba stron
243
ISBN10
3837921271
ISBN13
9783837921274
Seria
Tagi
Teatr
Opis
In der Schärfe seines Konflikts mit der gesellschaftlichen Norm seiner Zeit ist Kleist ein Wegweiser in die Moderne. Er durchleidet und beschreibt Vorgänge, die später als Individualisierung und Selbstverwirklichung bezeichnet wurden. Wolfgang Schmidbauer charakterisiert Kleist sowohl als seelisch belasteten Menschen wie auch als Pionier der Erforschung narzisstischer Konflikte. Mit dem Verlust der ständischen Ordnung und der festen Geschlechterrollen, die Kleist in seinen Schilderungen radikaler Liebe vorwegnimmt, wird die Abwehr von Ängsten zum zentralen Thema der keimenden Psychologie. Als Angstquelle wird – und in diesem Punkt ist Kleist schlechthin genial – das Ich entdeckt, das sich selbst beobachtet und sich vor dem eigenen Scheitern fürchtet. Damit gewinnt er psychologische Einsichten zur Selbstkonstitution, wie sie in vergleichbarer Weise erst im 20. Jahrhundert durch die Psychoanalyse aufgedeckt werden.