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Shanzai

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Shanzhai ist der chinesische Neologismus für Fakes und umfasst mittlerweile alle Lebensbereiche in China, einschließlich Shanzhai-Bücher, -Filme und -Stars. Byung-Chul Han dekonstruiert von diesem Phänomen aus das westliche Konzept des Originals und definiert Kunst, Schöpfung und Kreativität neu. Er präsentiert ein Daseins- und Denkmodell, das dem Westen fremd erscheint. Im klassischen Chinesisch bedeutet das Original zhen-ji, wörtlich „die echte Spur“. Diese Spur verläuft nicht auf einer teleologischen Bahn und trägt kein Versprechen in sich. Sie ist nicht eindeutig oder unveränderlich, sondern dekonstruiert die Idee eines Originals, das eine feste Identität verkörpert. Prozessualität und Differenzialität verleihen ihr eine Fliehkraft, die ein abgeschlossenes Kunstwerk ausschließt. Die chinesische Vorstellung des Originals als Spur (ji) ähnelt der Freud‘schen „Erinnerungsspur“, die ständigen Veränderungen unterliegt. Hier steht nicht die einmalige Schöpfung im Vordergrund, sondern der endlose Prozess und die ständige Wandlung. Diese Veränderungen geschehen nicht innerhalb einer Künstlerseele, sondern im Rahmen eines Prozesses, der keine essentialistischen Festlegungen zulässt.

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Shanzai, Han Byung Chul

Język
Rok wydania
2011
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Shanzai
Język
niemiecki
Rok wydania
2011
Oprawa
miękka
Liczba stron
88
ISBN10
3883962945
ISBN13
9783883962948
Seria
Ocena
4,35 z 5
Opis
Shanzhai ist der chinesische Neologismus für Fakes und umfasst mittlerweile alle Lebensbereiche in China, einschließlich Shanzhai-Bücher, -Filme und -Stars. Byung-Chul Han dekonstruiert von diesem Phänomen aus das westliche Konzept des Originals und definiert Kunst, Schöpfung und Kreativität neu. Er präsentiert ein Daseins- und Denkmodell, das dem Westen fremd erscheint. Im klassischen Chinesisch bedeutet das Original zhen-ji, wörtlich „die echte Spur“. Diese Spur verläuft nicht auf einer teleologischen Bahn und trägt kein Versprechen in sich. Sie ist nicht eindeutig oder unveränderlich, sondern dekonstruiert die Idee eines Originals, das eine feste Identität verkörpert. Prozessualität und Differenzialität verleihen ihr eine Fliehkraft, die ein abgeschlossenes Kunstwerk ausschließt. Die chinesische Vorstellung des Originals als Spur (ji) ähnelt der Freud‘schen „Erinnerungsspur“, die ständigen Veränderungen unterliegt. Hier steht nicht die einmalige Schöpfung im Vordergrund, sondern der endlose Prozess und die ständige Wandlung. Diese Veränderungen geschehen nicht innerhalb einer Künstlerseele, sondern im Rahmen eines Prozesses, der keine essentialistischen Festlegungen zulässt.