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Alois Mertes (1921 - 1985)

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Dr. Alois Mertes (1921–1985) war in den 1970er und frühen 1980er Jahren einer der einflussreichsten außenpolitischen Denker der Bundesrepublik Deutschland und ein bedeutender Vertreter des politischen Katholizismus. Seine Kindheit in der Pfalz, geprägt von der Nähe zu Frankreich und einer katholischen Sozialisation, führte ihn ins Auswärtige Amt. Von 1954 bis 1963 war er in Frankreich tätig und trug zur Verbesserung des deutsch-französischen Verhältnisses bei. In Moskau konzentrierte sich seine Arbeit auf sowjetische Außen- und Deutschlandpolitik. Nach seiner Rückkehr in die Zentrale des Auswärtigen Amtes widmete er sich der Abrüstungspolitik, insbesondere dem Atomwaffensperrvertrag, und förderte die Entspannungspolitik. Während seiner diplomatischen Laufbahn baute er Verbindungen zur Politik auf und beriet Unionspolitiker wie Rainer Barzel. Unter Ministerpräsident Helmut Kohl konnte er als Bevollmächtigter von Rheinland-Pfalz direkt Einfluss auf die Union und die Ostverträge nehmen. 1972 wurde er Bundestagsabgeordneter, und zehn Jahre später Staatsminister im Kabinett Kohl. Mertes prägte die Außen- und Deutschlandpolitik der CDU und CSU und förderte die Annäherung von Union und FDP in Zeiten des Ost-West-Konflikts. Er verstand die Teilung Deutschlands und Europas als ein Problem der Freiheit und des Selbstbestimmungsrechts. Die Analyse seines umfangreichen Nachlasses beleuchtet sein diplomatisches und politisches Denken sowie

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Alois Mertes (1921 - 1985), Georg Schneider

Język
Rok wydania
2012
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Alois Mertes (1921 - 1985)
Język
niemiecki
Rok wydania
2012
Oprawa
twarda
Liczba stron
571
ISBN10
3770019121
ISBN13
9783770019120
Seria
Tagi
Opis
Dr. Alois Mertes (1921–1985) war in den 1970er und frühen 1980er Jahren einer der einflussreichsten außenpolitischen Denker der Bundesrepublik Deutschland und ein bedeutender Vertreter des politischen Katholizismus. Seine Kindheit in der Pfalz, geprägt von der Nähe zu Frankreich und einer katholischen Sozialisation, führte ihn ins Auswärtige Amt. Von 1954 bis 1963 war er in Frankreich tätig und trug zur Verbesserung des deutsch-französischen Verhältnisses bei. In Moskau konzentrierte sich seine Arbeit auf sowjetische Außen- und Deutschlandpolitik. Nach seiner Rückkehr in die Zentrale des Auswärtigen Amtes widmete er sich der Abrüstungspolitik, insbesondere dem Atomwaffensperrvertrag, und förderte die Entspannungspolitik. Während seiner diplomatischen Laufbahn baute er Verbindungen zur Politik auf und beriet Unionspolitiker wie Rainer Barzel. Unter Ministerpräsident Helmut Kohl konnte er als Bevollmächtigter von Rheinland-Pfalz direkt Einfluss auf die Union und die Ostverträge nehmen. 1972 wurde er Bundestagsabgeordneter, und zehn Jahre später Staatsminister im Kabinett Kohl. Mertes prägte die Außen- und Deutschlandpolitik der CDU und CSU und förderte die Annäherung von Union und FDP in Zeiten des Ost-West-Konflikts. Er verstand die Teilung Deutschlands und Europas als ein Problem der Freiheit und des Selbstbestimmungsrechts. Die Analyse seines umfangreichen Nachlasses beleuchtet sein diplomatisches und politisches Denken sowie