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Aristophanes

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Die Aristophanes-Monographie betrachtet den antiken Komödiendichter als einen Begründer der tragik-komischen Realisten, dessen Einfluss bis in die Moderne reicht. Vergleiche mit Beckett, Thomas Bernhard und Brecht verdeutlichen das Verständnis von Aristophanes. Brecht formulierte, dass die Tragödie die Leiden der Menschen oft leichter nimmt als die Komödie. Aristophanes schrieb während des Peloponnesischen Kriegs, einer kritischen Phase in der griechischen Geschichte, als die atheni-sche Großmacht im Niedergang begriffen war. Seine Komödien sind aus dieser historischen und politischen Situation hervorgegangen und entwerfen Gegenbilder zur bestehenden Wirklichkeit, die als Unnatur beschrieben wird. Diese Werke sind keine utopischen Ideale, sondern reflektieren das vermisste Gute, das einst existierte. Die aristophanische Komödie zielt darauf ab, die Unnatur der Gegenwart zurück zur Natur zu führen und das mögliche Bessere als das Natürliche darzustellen. In diesem Sinne könnte man die grotesken und märchenhaften Entwürfe Aristophanes so deuten, dass Utopien, die eine unverletzte Realität übersteigen, nicht mehr nötig sind – kein neu geschaffenes Vogelreich, keine neue Staatsform oder Fahrt zum Olymp, um das Erhoffte Wirklichkeit werden zu lassen.

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Aristophanes, Eugen Dönt

Język
Rok wydania
2012
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Aristophanes
Język
niemiecki
Wydawca
Holzhausen
Rok wydania
2012
Oprawa
miękka
Liczba stron
92
ISBN10
3902868023
ISBN13
9783902868022
Seria
Tagi
Teatr
Opis
Die Aristophanes-Monographie betrachtet den antiken Komödiendichter als einen Begründer der tragik-komischen Realisten, dessen Einfluss bis in die Moderne reicht. Vergleiche mit Beckett, Thomas Bernhard und Brecht verdeutlichen das Verständnis von Aristophanes. Brecht formulierte, dass die Tragödie die Leiden der Menschen oft leichter nimmt als die Komödie. Aristophanes schrieb während des Peloponnesischen Kriegs, einer kritischen Phase in der griechischen Geschichte, als die atheni-sche Großmacht im Niedergang begriffen war. Seine Komödien sind aus dieser historischen und politischen Situation hervorgegangen und entwerfen Gegenbilder zur bestehenden Wirklichkeit, die als Unnatur beschrieben wird. Diese Werke sind keine utopischen Ideale, sondern reflektieren das vermisste Gute, das einst existierte. Die aristophanische Komödie zielt darauf ab, die Unnatur der Gegenwart zurück zur Natur zu führen und das mögliche Bessere als das Natürliche darzustellen. In diesem Sinne könnte man die grotesken und märchenhaften Entwürfe Aristophanes so deuten, dass Utopien, die eine unverletzte Realität übersteigen, nicht mehr nötig sind – kein neu geschaffenes Vogelreich, keine neue Staatsform oder Fahrt zum Olymp, um das Erhoffte Wirklichkeit werden zu lassen.