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Isolde als Sirene

Tristans Narrheit als Wahrheitsereignis. Mit einer Übersetzung der "Folie Tristan" aus dem Altfranzösischen von Friedrich Kittler

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  • 107 stron
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Nichts für politisch Korrekte, was sich am Ende dieses seinsgeschichtlichen Freilegens zeigt – und wohl auch nichts für die »Literaturgeschichte«. Im Zentrum des dritten Mittelalter-Bandes von »Musik und Mathematik« steht die Liebe von Tristan und Isolde. Glücklicherweise haben wir einen Text aus Friedrich Kittlers Nachlass, der die Richtung des Buches weist. Aus der Vielzahl der um 1200 zirkulierenden Erzählungen wählte Kittler die »Folie Tristan« in der Oxforder Version, da sie den Status einer in sich geschlossenen textuellen Komposition hat. Seine präzise Übersetzung in deutsche Blankverse sucht eine eigene Sprache und meidet sowohl Archaismen als auch moderne Wendungen. Diese Freilegung zeigt sich in Kittlers Analyse: Während im Hof Nausikaas das Zusammensein von Göttern als Frevel besungen wird, wird es in der »Folie Tristan« zur Heldentat. Wer solche Übertretungen den Ketzerlehren der Katharer gleichstellt, hat untertrieben. Hans Ulrich Gumbrecht, selbst romanistischer Mediävist, führt unter dem Titel »Tristans Narrheit als Wahrheitsereignis« in diese Übersetzung und in »Isolde als Sirene« ein und beleuchtet exemplarisch das Gesamtwerk des späten Kittlers. Dieser Band ist unüberlesbar: ein Buch der Freunde.

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Isolde als Sirene, Friedrich Kittler

Język
Rok wydania
2012
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Isolde als Sirene
Podtytuł
Tristans Narrheit als Wahrheitsereignis. Mit einer Übersetzung der "Folie Tristan" aus dem Altfranzösischen von Friedrich Kittler
Język
niemiecki
Wydawca
Fink
Rok wydania
2012
Oprawa
miękka
Liczba stron
107
ISBN10
3770554469
ISBN13
9783770554461
Seria
Kategorie
Tagi
Opis
Nichts für politisch Korrekte, was sich am Ende dieses seinsgeschichtlichen Freilegens zeigt – und wohl auch nichts für die »Literaturgeschichte«. Im Zentrum des dritten Mittelalter-Bandes von »Musik und Mathematik« steht die Liebe von Tristan und Isolde. Glücklicherweise haben wir einen Text aus Friedrich Kittlers Nachlass, der die Richtung des Buches weist. Aus der Vielzahl der um 1200 zirkulierenden Erzählungen wählte Kittler die »Folie Tristan« in der Oxforder Version, da sie den Status einer in sich geschlossenen textuellen Komposition hat. Seine präzise Übersetzung in deutsche Blankverse sucht eine eigene Sprache und meidet sowohl Archaismen als auch moderne Wendungen. Diese Freilegung zeigt sich in Kittlers Analyse: Während im Hof Nausikaas das Zusammensein von Göttern als Frevel besungen wird, wird es in der »Folie Tristan« zur Heldentat. Wer solche Übertretungen den Ketzerlehren der Katharer gleichstellt, hat untertrieben. Hans Ulrich Gumbrecht, selbst romanistischer Mediävist, führt unter dem Titel »Tristans Narrheit als Wahrheitsereignis« in diese Übersetzung und in »Isolde als Sirene« ein und beleuchtet exemplarisch das Gesamtwerk des späten Kittlers. Dieser Band ist unüberlesbar: ein Buch der Freunde.