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Die Münchner Moriskentänzer

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Erasmus Grasser, ein Bildhauer und Baumeister aus Schmidmühlen, schuf zwischen 1480 und 1518 die einzigartigen Holzfiguren der Münchner Moriskentänzer, die zu den bedeutendsten Kunstwerken der Stadt München zählen. Diese Figuren wurden im neu errichteten Tanzhaus am Marienplatz, heute bekannt als das Alte Rathaus, aufgestellt. Ihre Deutung als frühe Zeugnisse bürgerlicher Repräsentation ist naheliegend, jedoch waren sie ursprünglich Teil eines komplexen heraldischen Programms, das den bayerischen Landesherrn in einen kosmologischen Kontext einbettete. Als exotische Entourage im höfischen Zeremoniell übernahmen die Tänzer die Rolle von Wappenträgern und dienten als prächtiges Ornament, mit dem der Herzog von Bayern seinen dynastischen Anspruch auf die Vormachtstellung im Reich untermauerte. Die Darstellung der ursprünglich maurischen Tanzsprünge und grotesken Bewegungsmotive, die heutigen Raver-Posen ähneln, demonstriert zudem die gestalterischen Möglichkeiten der Holzschnitzerei, die Konkurrenz zu Stein- und Bronzeskulpturen erhielt. Der Band untersucht die Moriskentänzer aus verschiedenen Perspektiven – historisch, kunstgeschichtlich, musikwissenschaftlich und kostümkundlich – und versucht, die Figuren in ihren historischen Kontext zurückzuführen.

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Die Münchner Moriskentänzer, Iris Lauterbach

Język
Rok wydania
2013
Oprawa
(miękka),
Stan książki
Dobry
Cena
72,88 zł

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Tytuł
Die Münchner Moriskentänzer
Język
niemiecki
Wydawca
ZI
Rok wydania
2013
Oprawa
miękka
Liczba stron
214
ISBN10
3980607194
ISBN13
9783980607193
Seria
Tagi
Opis
Erasmus Grasser, ein Bildhauer und Baumeister aus Schmidmühlen, schuf zwischen 1480 und 1518 die einzigartigen Holzfiguren der Münchner Moriskentänzer, die zu den bedeutendsten Kunstwerken der Stadt München zählen. Diese Figuren wurden im neu errichteten Tanzhaus am Marienplatz, heute bekannt als das Alte Rathaus, aufgestellt. Ihre Deutung als frühe Zeugnisse bürgerlicher Repräsentation ist naheliegend, jedoch waren sie ursprünglich Teil eines komplexen heraldischen Programms, das den bayerischen Landesherrn in einen kosmologischen Kontext einbettete. Als exotische Entourage im höfischen Zeremoniell übernahmen die Tänzer die Rolle von Wappenträgern und dienten als prächtiges Ornament, mit dem der Herzog von Bayern seinen dynastischen Anspruch auf die Vormachtstellung im Reich untermauerte. Die Darstellung der ursprünglich maurischen Tanzsprünge und grotesken Bewegungsmotive, die heutigen Raver-Posen ähneln, demonstriert zudem die gestalterischen Möglichkeiten der Holzschnitzerei, die Konkurrenz zu Stein- und Bronzeskulpturen erhielt. Der Band untersucht die Moriskentänzer aus verschiedenen Perspektiven – historisch, kunstgeschichtlich, musikwissenschaftlich und kostümkundlich – und versucht, die Figuren in ihren historischen Kontext zurückzuführen.