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Hitler und die Aufklärung

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Der Erfolg des Nationalsozialismus ist nicht durch seine Primitivität oder Dummheit erklärbar, sondern durch seine unbeschränkte Rationalität und totalen Materialismus, die den Menschen zu einem Ding machen. Seine „Ethik“ kennt keine Grenzen, da sie von rationalen Gründen geleitet wird. Was als richtig und ethisch gilt, ist das, was vernünftig und zweckmäßig ist, wodurch auch Verbrechen gerechtfertigt werden können. Die Rationalität der nationalsozialistischen Weltanschauung beansprucht eine Vernünftigkeit, die für den Dieb ebenso unwiderlegbar erscheint wie der Diebstahl selbst. Der kategorische Imperativ Kants schützt nicht vor Verbrechen, wenn diese rational begründet werden, etwa durch Rassegesetze zur Verbesserung des Genoms im „Kampf der Völker“. Nationalsozialismus erweist sich als „vernünftiger“ als gewöhnliche Verbrechen, da diese nicht zur Kategorie erhoben werden. Der kategorische Imperativ, der kleine Schandtaten verbietet, fördert die größeren. Das Dritte Reich war somit kein Unfall, sondern das Ergebnis der Entspiritualisierung der Gesellschaft und der Aufklärung des 19. Jahrhunderts. Der nationalsozialistische Mythos vom „Kampf der Völker“ ist ein Scheinmythos, der die inhumane Realität des Systems emotional auflädt. Der Vergleich von Kants und Hitlers Programmschriften zeigt, dass die These vom Nationalsozialismus als „politischer Religion“ irreführend ist und der Wissenschaftlichen Subjektivismus dient. Die Un

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Hitler und die Aufklärung, Markus von Hänsel-Hohenhausen

Język
Rok wydania
2015
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Hitler und die Aufklärung
Język
niemiecki
Rok wydania
2015
Oprawa
miękka
ISBN10
3837216721
ISBN13
9783837216721
Seria
Tagi
Opis
Der Erfolg des Nationalsozialismus ist nicht durch seine Primitivität oder Dummheit erklärbar, sondern durch seine unbeschränkte Rationalität und totalen Materialismus, die den Menschen zu einem Ding machen. Seine „Ethik“ kennt keine Grenzen, da sie von rationalen Gründen geleitet wird. Was als richtig und ethisch gilt, ist das, was vernünftig und zweckmäßig ist, wodurch auch Verbrechen gerechtfertigt werden können. Die Rationalität der nationalsozialistischen Weltanschauung beansprucht eine Vernünftigkeit, die für den Dieb ebenso unwiderlegbar erscheint wie der Diebstahl selbst. Der kategorische Imperativ Kants schützt nicht vor Verbrechen, wenn diese rational begründet werden, etwa durch Rassegesetze zur Verbesserung des Genoms im „Kampf der Völker“. Nationalsozialismus erweist sich als „vernünftiger“ als gewöhnliche Verbrechen, da diese nicht zur Kategorie erhoben werden. Der kategorische Imperativ, der kleine Schandtaten verbietet, fördert die größeren. Das Dritte Reich war somit kein Unfall, sondern das Ergebnis der Entspiritualisierung der Gesellschaft und der Aufklärung des 19. Jahrhunderts. Der nationalsozialistische Mythos vom „Kampf der Völker“ ist ein Scheinmythos, der die inhumane Realität des Systems emotional auflädt. Der Vergleich von Kants und Hitlers Programmschriften zeigt, dass die These vom Nationalsozialismus als „politischer Religion“ irreführend ist und der Wissenschaftlichen Subjektivismus dient. Die Un