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Mysterien für alle

Kleinste Aufzeichnungen

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  • 198 stron
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Man muss kein Joseph-Beuys-Kenner sein, um sich seine »kleinsten Aufzeichnungen« zu erschließen. Diese ungebundenen Notizen in Form fliegender Blätter und Zettel sind über den Kontext des künstlerischen Werks hinaus als eigenständige Texte und Textbilder lesbar. Sie umfassen Begriffsstudien, philosophische Reflexionen, poetische Fragmente und politische Traktate, die sich in einem Raum bewegen, der nicht an literarische Genredefinitionen gebunden ist. Über mehr als vier Jahrzehnte und verschiedene Werkphasen hinweg verbindet sie das unermüdliche Interesse des Verfassers, sein Denken durch Niederschrift zu fokussieren und weiterzuentwickeln. Graphisch und im Gestus erinnern einige Notizen an symbolisch-begriffliche Weltkartierungen, wie die von Swedenborg oder Jakob Böhme, auf die Beuys sich bezogen hat. Gleichzeitig sind es unverkennbare Kartierungen seiner eigenen Zeit, die das Verhältnis von Ökonomie und Natur untersuchen, Transzendenz im Menschen verorten und künstlerische sowie gesellschaftliche Herausforderungen thematisieren. Sie fordern die Verantwortung des Einzelnen ein und bieten Ansätze zu Sternkarten für einen irdischen Gebrauch. Steffen Popps Auswahl zielt auf das poetische Moment dieser »kleinsten Aufzeichnungen« und lädt zur näheren Erkundung ein, mit einem wachen Blick für ihren möglichen Gebrauch in der Gegenwart.

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Mysterien für alle, Joseph Beuys

Język
Rok wydania
2015
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Mysterien für alle
Podtytuł
Kleinste Aufzeichnungen
Język
niemiecki
Wydawca
Suhrkamp
Rok wydania
2015
Oprawa
twarda
Liczba stron
198
ISBN10
3518224921
ISBN13
9783518224922
Seria
Tagi
Opis
Man muss kein Joseph-Beuys-Kenner sein, um sich seine »kleinsten Aufzeichnungen« zu erschließen. Diese ungebundenen Notizen in Form fliegender Blätter und Zettel sind über den Kontext des künstlerischen Werks hinaus als eigenständige Texte und Textbilder lesbar. Sie umfassen Begriffsstudien, philosophische Reflexionen, poetische Fragmente und politische Traktate, die sich in einem Raum bewegen, der nicht an literarische Genredefinitionen gebunden ist. Über mehr als vier Jahrzehnte und verschiedene Werkphasen hinweg verbindet sie das unermüdliche Interesse des Verfassers, sein Denken durch Niederschrift zu fokussieren und weiterzuentwickeln. Graphisch und im Gestus erinnern einige Notizen an symbolisch-begriffliche Weltkartierungen, wie die von Swedenborg oder Jakob Böhme, auf die Beuys sich bezogen hat. Gleichzeitig sind es unverkennbare Kartierungen seiner eigenen Zeit, die das Verhältnis von Ökonomie und Natur untersuchen, Transzendenz im Menschen verorten und künstlerische sowie gesellschaftliche Herausforderungen thematisieren. Sie fordern die Verantwortung des Einzelnen ein und bieten Ansätze zu Sternkarten für einen irdischen Gebrauch. Steffen Popps Auswahl zielt auf das poetische Moment dieser »kleinsten Aufzeichnungen« und lädt zur näheren Erkundung ein, mit einem wachen Blick für ihren möglichen Gebrauch in der Gegenwart.