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Verzweiflung und Verbrechen

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  • 240 stron
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In ihren Gerichtsreportagen richtet Jutta Voigt den Fokus weniger auf die Verbrechen selbst als auf die Menschen und Schicksale hinter den Fällen. Sie zeigt Mitgefühl mit den „Gefallenen“ und stellt die zentrale Frage nach der Gerechtigkeit. In den Gerichtssälen entfaltet sich ein grotesker Reigen von Typen und Charakteren, die aus der Reihe tanzen und stürzen – die Rechtsbrecher, die sowohl bizarr als auch komisch sind. Dieses Panorama spiegelt die sieben Todsünden und ihre Abarten wider, ähnlich der allegorischen Tafel von Pieter Breughel, wo Einzelne in sinnlosen Beschäftigungen versinken und der Sinn des Lebens in Gleichgültigkeit verloren geht. Die Abfolge der Verhandlungstermine und die Auftritte der Angeklagten prägen den Gerichtssaal. Der Unterschied zwischen Mord und Ladendiebstahl zeigt sich in der Wahrnehmung der Angeklagten: Mörder werden als ganze Menschen mit Schicksal gesehen, während im Amtsgericht oft nur das Delikt zählt. Hier bleibt der Beschuldigte meist anonym, und sein Hintergrund wird nicht hinterfragt. Im Gegensatz dazu taucht Voigt in diese Welten ein und bleibt nicht objektiv. Ihre Nähe zu Opfern und Tätern bedeutet, im Reigen der Rechtsbrecher ein Stück mitgetanzt zu haben, was Mitgefühl und Mitleid mit den Gefallenen hervorruft.

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Verzweiflung und Verbrechen, Jutta Voigt

Język
Rok wydania
2016
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Verzweiflung und Verbrechen
Język
niemiecki
Rok wydania
2016
Oprawa
miękka
Liczba stron
240
ISBN10
3746631831
ISBN13
9783746631837
Seria
Tagi
Ocena
4 z 5
Opis
In ihren Gerichtsreportagen richtet Jutta Voigt den Fokus weniger auf die Verbrechen selbst als auf die Menschen und Schicksale hinter den Fällen. Sie zeigt Mitgefühl mit den „Gefallenen“ und stellt die zentrale Frage nach der Gerechtigkeit. In den Gerichtssälen entfaltet sich ein grotesker Reigen von Typen und Charakteren, die aus der Reihe tanzen und stürzen – die Rechtsbrecher, die sowohl bizarr als auch komisch sind. Dieses Panorama spiegelt die sieben Todsünden und ihre Abarten wider, ähnlich der allegorischen Tafel von Pieter Breughel, wo Einzelne in sinnlosen Beschäftigungen versinken und der Sinn des Lebens in Gleichgültigkeit verloren geht. Die Abfolge der Verhandlungstermine und die Auftritte der Angeklagten prägen den Gerichtssaal. Der Unterschied zwischen Mord und Ladendiebstahl zeigt sich in der Wahrnehmung der Angeklagten: Mörder werden als ganze Menschen mit Schicksal gesehen, während im Amtsgericht oft nur das Delikt zählt. Hier bleibt der Beschuldigte meist anonym, und sein Hintergrund wird nicht hinterfragt. Im Gegensatz dazu taucht Voigt in diese Welten ein und bleibt nicht objektiv. Ihre Nähe zu Opfern und Tätern bedeutet, im Reigen der Rechtsbrecher ein Stück mitgetanzt zu haben, was Mitgefühl und Mitleid mit den Gefallenen hervorruft.