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Gespräch mit dem Esel

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Im Essay „Conversation avec l’âne. Écrire aveugle“ von Hélène Cixous – nun erstmals ins Deutsche übertragen von Claudia Simma, mit einem kommentierenden Nachwort von Esther Hutfless und Elisabeth Schäfer – betont Hélène Cixous jene Dimension des Schreibens, die sich dem Ankommen des radikal Anderen öffnet, was als eines der zentralsten Themen der Dekonstruktion und ihrer Ethik gelten kann. Statt im Prozess des Schreibens auf das Sichtbare, das Offenkundige der uns umgebenden Welt zu fokussieren, geht es Cixous darum, sich dem Verborgenen zu nähern, dem Nicht-Sichtbaren, Nicht-Hörbaren, der Welt der Anderen, einzutauchen in eine Beziehung zum Anderen, in der eine_r nicht länger blind dem Anderen gegenüber ist, sondern sich des ganzen Sensoriums zum Anderen hin bedient. Damit kündigt sich die poetisch-wirksame Utopie einer anderen, einer Bedeutungen queerenden Welt an. Eben diese Annäherung an das Unbekannte, Noch-nicht-Benannte ist eine Bewegung, die jedoch selbst eines „blinden Schreibens“ bedarf, das eine sehende, ergo wissende, teleologische, auf das Objekt des Schreibens zentrierte Perspektive radikal hinter sich lassen will. Hélène Cixous betont – wie in vielleicht keinem anderen ihrer Texte – die immanente Verbindung von Widerstand und Schreiben. Und sie tut dies in einer radikal queer-poetischen Weise, die sich der Kraft der Sprache zur Transformation, zum Generieren neuer Bedeutungen verschreibt.

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Gespräch mit dem Esel, Hélène Cixous

Język
Rok wydania
2017
Oprawa
(miękka)
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4,7
Doskonała
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Tytuł
Gespräch mit dem Esel
Język
niemiecki
Wydawca
Zaglossus
Rok wydania
2017
Oprawa
miękka
ISBN10
3902902523
ISBN13
9783902902528
Seria
Ocena
4,7 z 5
Opis
Im Essay „Conversation avec l’âne. Écrire aveugle“ von Hélène Cixous – nun erstmals ins Deutsche übertragen von Claudia Simma, mit einem kommentierenden Nachwort von Esther Hutfless und Elisabeth Schäfer – betont Hélène Cixous jene Dimension des Schreibens, die sich dem Ankommen des radikal Anderen öffnet, was als eines der zentralsten Themen der Dekonstruktion und ihrer Ethik gelten kann. Statt im Prozess des Schreibens auf das Sichtbare, das Offenkundige der uns umgebenden Welt zu fokussieren, geht es Cixous darum, sich dem Verborgenen zu nähern, dem Nicht-Sichtbaren, Nicht-Hörbaren, der Welt der Anderen, einzutauchen in eine Beziehung zum Anderen, in der eine_r nicht länger blind dem Anderen gegenüber ist, sondern sich des ganzen Sensoriums zum Anderen hin bedient. Damit kündigt sich die poetisch-wirksame Utopie einer anderen, einer Bedeutungen queerenden Welt an. Eben diese Annäherung an das Unbekannte, Noch-nicht-Benannte ist eine Bewegung, die jedoch selbst eines „blinden Schreibens“ bedarf, das eine sehende, ergo wissende, teleologische, auf das Objekt des Schreibens zentrierte Perspektive radikal hinter sich lassen will. Hélène Cixous betont – wie in vielleicht keinem anderen ihrer Texte – die immanente Verbindung von Widerstand und Schreiben. Und sie tut dies in einer radikal queer-poetischen Weise, die sich der Kraft der Sprache zur Transformation, zum Generieren neuer Bedeutungen verschreibt.