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Selbstbestimmung

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  • 470 stron
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Die Devise der individualisierten Gesellschaft ist Selbstbestimmung, und das Buch des Berliner Philosophen Volker Gerhardt kommt zur rechten Zeit mit einem hohen Anspruch. In der Einleitung wird erklärt, dass dieser Versuch über Ethik hoffentlich etwas grundsätzlich Neues enthält. Gerhardt macht das „Prinzip der Individualität“ zum Fundament einer Moraltheorie der nachideologischen Epoche, was in der Tat neu ist. In zehn Kapiteln mit jeweils zehn Unterpunkten eröffnet das Buch einen geometrisch geordneten Kosmos von Selbstverhältnissen, die von Selbsterkenntnis bis Selbstverwirklichung reichen. Diese Konsequenz und die Konzentration auf Selbst-Begriffe sind bisher einzigartig. Ungewöhnlich ist auch der nahezu vollständige Verzicht auf Zitate, was Gerhardt als Forderung sieht, dass der Philosoph der „Selbstdenker par excellence“ sein sollte. Die Stärke des Buches liegt darin, dass es an der Erfahrung des Lebens ansetzt, wo moralische Kollisionen entstehen. Es ist ein seltenes Beispiel eines rein systematisch geschriebenen Texts im deutschen Sprachraum, der die Leser nicht durch lange Deutungen älterer und neuerer Klassiker führt. Dieser Entwurf ist erfrischend frei von falschen Rücksichten und übertriebener Vorsicht.

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Selbstbestimmung, Volker Gerhardt

Język
Rok wydania
1999
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Selbstbestimmung
Język
niemiecki
Wydawca
Reclam
Rok wydania
1999
Oprawa
miękka
Liczba stron
470
ISBN10
3150097614
ISBN13
9783150097618
Seria
Tagi
Opis
Die Devise der individualisierten Gesellschaft ist Selbstbestimmung, und das Buch des Berliner Philosophen Volker Gerhardt kommt zur rechten Zeit mit einem hohen Anspruch. In der Einleitung wird erklärt, dass dieser Versuch über Ethik hoffentlich etwas grundsätzlich Neues enthält. Gerhardt macht das „Prinzip der Individualität“ zum Fundament einer Moraltheorie der nachideologischen Epoche, was in der Tat neu ist. In zehn Kapiteln mit jeweils zehn Unterpunkten eröffnet das Buch einen geometrisch geordneten Kosmos von Selbstverhältnissen, die von Selbsterkenntnis bis Selbstverwirklichung reichen. Diese Konsequenz und die Konzentration auf Selbst-Begriffe sind bisher einzigartig. Ungewöhnlich ist auch der nahezu vollständige Verzicht auf Zitate, was Gerhardt als Forderung sieht, dass der Philosoph der „Selbstdenker par excellence“ sein sollte. Die Stärke des Buches liegt darin, dass es an der Erfahrung des Lebens ansetzt, wo moralische Kollisionen entstehen. Es ist ein seltenes Beispiel eines rein systematisch geschriebenen Texts im deutschen Sprachraum, der die Leser nicht durch lange Deutungen älterer und neuerer Klassiker führt. Dieser Entwurf ist erfrischend frei von falschen Rücksichten und übertriebener Vorsicht.