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Adolf Endler

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„Jedesmal, wenn man etwas von Dir liest, glaubt man, man müsse sich augenblicklich totlachen. Doch dann merkt man plötzlich, daß man schon tot war und daß man sich wieder lebendig gelacht hat.“ Diese Worte von Wolfgang Hilbig über Adolf Endler (1930–2009) fassen die komplexe Wirkung des Dichters zusammen. Endler, ein eigensinniger Denker, wurde sowohl gefürchtet als auch geschätzt, und hinterließ bedeutende Spuren in der Kulturlandschaft der frühen Berliner Republik. Nach seinem Ausschluss aus dem Schriftstellerverband der DDR im Jahr 1979, infolge des Protests gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns, hatte er Schwierigkeiten, seine Texte offiziell zu veröffentlichen. In den 1980er Jahren publizierte er fast ausschließlich in halb illegalen Zeitschriften in der DDR und Westdeutschland. Durch Nachdichtungen aus verschiedenen Sprachen förderte er nachhaltige kulturelle Beziehungen in Europa. Ende der 1980er Jahre wurde er Mentor der Prenzlauer-Berg-Connection und nutzte die neu entstandenen gegenkulturellen Freiräume, um seine surrealistische, „phantasmagorische“ Welt zu entfalten. Die Beiträge des Heftes beleuchten sein vielseitiges Werk, das die Doktrin des sozialistischen Realismus mit surrealen Motiven unterläuft, und würdigen sein nachhaltiges Wirken als Schriftsteller.

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Adolf Endler, Heinz Ludwig Arnold

Język
Rok wydania
2023
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Tytuł
Adolf Endler
Język
niemiecki
Rok wydania
2023
ISBN10
3967077942
ISBN13
9783967077940
Seria
Opis
„Jedesmal, wenn man etwas von Dir liest, glaubt man, man müsse sich augenblicklich totlachen. Doch dann merkt man plötzlich, daß man schon tot war und daß man sich wieder lebendig gelacht hat.“ Diese Worte von Wolfgang Hilbig über Adolf Endler (1930–2009) fassen die komplexe Wirkung des Dichters zusammen. Endler, ein eigensinniger Denker, wurde sowohl gefürchtet als auch geschätzt, und hinterließ bedeutende Spuren in der Kulturlandschaft der frühen Berliner Republik. Nach seinem Ausschluss aus dem Schriftstellerverband der DDR im Jahr 1979, infolge des Protests gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns, hatte er Schwierigkeiten, seine Texte offiziell zu veröffentlichen. In den 1980er Jahren publizierte er fast ausschließlich in halb illegalen Zeitschriften in der DDR und Westdeutschland. Durch Nachdichtungen aus verschiedenen Sprachen förderte er nachhaltige kulturelle Beziehungen in Europa. Ende der 1980er Jahre wurde er Mentor der Prenzlauer-Berg-Connection und nutzte die neu entstandenen gegenkulturellen Freiräume, um seine surrealistische, „phantasmagorische“ Welt zu entfalten. Die Beiträge des Heftes beleuchten sein vielseitiges Werk, das die Doktrin des sozialistischen Realismus mit surrealen Motiven unterläuft, und würdigen sein nachhaltiges Wirken als Schriftsteller.