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Anthropologien des Sakralen

Eine Geschichte des französischen Nonkonformismus (1937–1947)

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  • 401 stron
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In den politisch extremen Jahren von 1937 bis 1947 suchen nonkonformistische Kreise in Frankreich nach Alternativen zu Liberalismus und Barbarei. Konzepte von innerer Erfahrung und Gemeinschaft fungieren als Bezugspunkte für politisch und weltanschaulich unterschiedliche Gruppen, die verschiedene Ansichten über das Fortbestehen des Sakralen in modernen Gesellschaften haben. Thomas Kellers Buch präsentiert erstmals in deutscher Sprache die komplexe Geschichte des französischen Nonkonformismus und rekonstruiert die Situation nach dem Scheitern der Volksfront, während der deutschen Besatzung und vor dem Wirtschaftswunder. Die Gruppierungen verfolgen unterschiedliche Visionen: Das Collège socratique um Georges Bataille übersetzt christliche Mystik in den Alltag und strebt nach intensiven Erfahrungen des Außersichseins. Der ökumenische Moré-Kreis, der personalistische Impulse aufgreift, identifiziert sich mit dem leidenden Opfer Christi. Im Gegensatz dazu warnen Bernard Charbonneau und Jacques Ellul vor der Sakralisierung von Staat und Technik. Die frühen Ökologen fragen sich, ob eine anthropologische Wende möglich ist. Henry Corbin entwickelt eine responsive Anthropologie, die Sufismus mit modernen Affekttheorien verbindet. Keller entwirrt die verschlungenen Positionen dieser Gruppen und legt eine vergessene, grenzüberschreitende Spur der philosophischen Anthropologie frei.

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Anthropologien des Sakralen, Thomas Keller

Język
Rok wydania
2023
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Anthropologien des Sakralen
Podtytuł
Eine Geschichte des französischen Nonkonformismus (1937–1947)
Język
niemiecki
Rok wydania
2023
Oprawa
twarda
Liczba stron
401
ISBN10
3835391593
ISBN13
9783835391598
Seria
Tagi
Opis
In den politisch extremen Jahren von 1937 bis 1947 suchen nonkonformistische Kreise in Frankreich nach Alternativen zu Liberalismus und Barbarei. Konzepte von innerer Erfahrung und Gemeinschaft fungieren als Bezugspunkte für politisch und weltanschaulich unterschiedliche Gruppen, die verschiedene Ansichten über das Fortbestehen des Sakralen in modernen Gesellschaften haben. Thomas Kellers Buch präsentiert erstmals in deutscher Sprache die komplexe Geschichte des französischen Nonkonformismus und rekonstruiert die Situation nach dem Scheitern der Volksfront, während der deutschen Besatzung und vor dem Wirtschaftswunder. Die Gruppierungen verfolgen unterschiedliche Visionen: Das Collège socratique um Georges Bataille übersetzt christliche Mystik in den Alltag und strebt nach intensiven Erfahrungen des Außersichseins. Der ökumenische Moré-Kreis, der personalistische Impulse aufgreift, identifiziert sich mit dem leidenden Opfer Christi. Im Gegensatz dazu warnen Bernard Charbonneau und Jacques Ellul vor der Sakralisierung von Staat und Technik. Die frühen Ökologen fragen sich, ob eine anthropologische Wende möglich ist. Henry Corbin entwickelt eine responsive Anthropologie, die Sufismus mit modernen Affekttheorien verbindet. Keller entwirrt die verschlungenen Positionen dieser Gruppen und legt eine vergessene, grenzüberschreitende Spur der philosophischen Anthropologie frei.