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Germania Sacra/Die Augsburger Bischöfe

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Der Band beleuchtet das Leben der Mainzer Erzbischöfe von 1396 bis 1484, einer Zeit geprägt von Reformbestrebungen in Kirche und Reich. Die Erzbischöfe, Teil der Elite, setzten sich intensiv mit politischen Fragen auseinander, während sie im Konkurrenzkampf mit den Pfalzgrafen bei Rhein und den Landgrafen von Hessen standen. Dieser Wettbewerb betraf sowohl die weltliche Macht von Kurmainz als auch dessen geistliche Kompetenzen. Die Pfalzgrafen, ebenfalls Kurfürsten und Teil der königsfähigen Wittelsbacher, rivalisierten mit den Luxemburgern und Habsburgern um die Reichskrone, was die Verflechtung von Landes-, Reichs- und Kirchenpolitik verdeutlicht. Die erste Vita behandelt Jofried von Leiningen, der 1396 gewählt wurde, jedoch gegen den vom Papst eingesetzten Johann von Nassau nicht ankam. Albrecht von Sachsen wird als Administrator vorgestellt, der aufgrund seines frühen Todes nie die erzbischöfliche Weihe erhielt. Ein weiterer Fall ist Diether von Isenburg, der zweimal zum Erzbischof gewählt wurde, aber von Adolf von Nassau verdrängt wurde. Die Machtübernahme der Nassauer geschah nach Stiftsfehden, in die auch die Pfalzgrafen und die Reichsoberhäupter eingriffen. Besonders prägend war die Fehde von 1461–1463, die die Vormachtstellung der Kurpfalz gegenüber Kurmainz festigte und die Rolle der Erzbischöfe als Verbündete des habsburgischen Kaisers Friedrich III. schwächte.

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Germania Sacra/Die Augsburger Bischöfe, Thomas Krüger

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Rok wydania
2023
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Germania Sacra/Die Augsburger Bischöfe
Język
niemiecki
Rok wydania
2023
Oprawa
twarda
ISBN10
311108647X
ISBN13
9783111086477
Seria
Tagi
Opis
Der Band beleuchtet das Leben der Mainzer Erzbischöfe von 1396 bis 1484, einer Zeit geprägt von Reformbestrebungen in Kirche und Reich. Die Erzbischöfe, Teil der Elite, setzten sich intensiv mit politischen Fragen auseinander, während sie im Konkurrenzkampf mit den Pfalzgrafen bei Rhein und den Landgrafen von Hessen standen. Dieser Wettbewerb betraf sowohl die weltliche Macht von Kurmainz als auch dessen geistliche Kompetenzen. Die Pfalzgrafen, ebenfalls Kurfürsten und Teil der königsfähigen Wittelsbacher, rivalisierten mit den Luxemburgern und Habsburgern um die Reichskrone, was die Verflechtung von Landes-, Reichs- und Kirchenpolitik verdeutlicht. Die erste Vita behandelt Jofried von Leiningen, der 1396 gewählt wurde, jedoch gegen den vom Papst eingesetzten Johann von Nassau nicht ankam. Albrecht von Sachsen wird als Administrator vorgestellt, der aufgrund seines frühen Todes nie die erzbischöfliche Weihe erhielt. Ein weiterer Fall ist Diether von Isenburg, der zweimal zum Erzbischof gewählt wurde, aber von Adolf von Nassau verdrängt wurde. Die Machtübernahme der Nassauer geschah nach Stiftsfehden, in die auch die Pfalzgrafen und die Reichsoberhäupter eingriffen. Besonders prägend war die Fehde von 1461–1463, die die Vormachtstellung der Kurpfalz gegenüber Kurmainz festigte und die Rolle der Erzbischöfe als Verbündete des habsburgischen Kaisers Friedrich III. schwächte.