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Welt - Erde - Globus

Zur Philologie der Erdliteratur

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Was meinen wir, wenn wir von Welt, Erde und globalen Problemen sprechen? Unter den Schlagwörtern Globalisierung und Anthropozän werden lebhafte Debatten geführt, die das Ganze dessen betreffen, was wir Welt nennen. Robert Stockhammer erkundet, wie viel Verschiedenes und Disparates unter einer Welt verstanden werden kann. Seine Auseinandersetzung umfasst literarische und philosophische Texte sowie Dokumente aus Geographie, Karten, Globen und Fotos. Die präsentierten Materialien und Lektüren reichen von historischen Beispielen wie Thomas More und Kant bis hin zu Borges und Ponge und machen die systematische, textorientierte und historische Dimension von Weltkonstruktionen greifbar. Diese Dimensionen sind ineinander verschränkt und unterschiedlich gewichtet. Diskussionen umfassen Formationen der Globalisierung in historischer Tiefenschärfe, wie die Kopplung von Schiff und Schrift ab 1500 und von Draht und Daten seit 1860, sowie mögliche Datierungen des Anthropozäns. Der zentrale Essay hinterfragt den Umgang mit dem Wort Welt und betont sein spannungsgeladenes Verhältnis zu den vermeintlichen Synonymen Erde und Globus. Stockhammers Unternehmungen verstehen sich als kritischer Gegenentwurf zum Konzept der Weltliteratur und als theoretisch weitreichender Entwurf einer Neukonzeption von Literatur, die künftig als Erdliteratur bezeichnet werden kann.

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Welt - Erde - Globus, Robert Stockhammer

Język
Rok wydania
2023
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Tytuł
Welt - Erde - Globus
Podtytuł
Zur Philologie der Erdliteratur
Język
niemiecki
Rok wydania
2023
ISBN10
3835391585
ISBN13
9783835391581
Seria
Tagi
Opis
Was meinen wir, wenn wir von Welt, Erde und globalen Problemen sprechen? Unter den Schlagwörtern Globalisierung und Anthropozän werden lebhafte Debatten geführt, die das Ganze dessen betreffen, was wir Welt nennen. Robert Stockhammer erkundet, wie viel Verschiedenes und Disparates unter einer Welt verstanden werden kann. Seine Auseinandersetzung umfasst literarische und philosophische Texte sowie Dokumente aus Geographie, Karten, Globen und Fotos. Die präsentierten Materialien und Lektüren reichen von historischen Beispielen wie Thomas More und Kant bis hin zu Borges und Ponge und machen die systematische, textorientierte und historische Dimension von Weltkonstruktionen greifbar. Diese Dimensionen sind ineinander verschränkt und unterschiedlich gewichtet. Diskussionen umfassen Formationen der Globalisierung in historischer Tiefenschärfe, wie die Kopplung von Schiff und Schrift ab 1500 und von Draht und Daten seit 1860, sowie mögliche Datierungen des Anthropozäns. Der zentrale Essay hinterfragt den Umgang mit dem Wort Welt und betont sein spannungsgeladenes Verhältnis zu den vermeintlichen Synonymen Erde und Globus. Stockhammers Unternehmungen verstehen sich als kritischer Gegenentwurf zum Konzept der Weltliteratur und als theoretisch weitreichender Entwurf einer Neukonzeption von Literatur, die künftig als Erdliteratur bezeichnet werden kann.