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Die Macht der Rede

Mediale Dynamiken im Passional

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Das Passional ist das älteste und umfangreichste Verslegendar in deutscher Sprache, um 1300 von einem anonymen Autor verfasst und wahrscheinlich durch den Deutschen Orden verbreitet. Es vereint in drei Büchern ein Marienleben, achtzehn Apostellegenden und diverse Heiligenlegenden. Der Text eröffnet einen weiten heilsgeschichtlichen Horizont, fokussiert jedoch oft auf spezifische mediale Dynamiken, die in der Forschung wenig Beachtung fanden. Der vorliegende Band analysiert exemplarische Texte aus allen drei Büchern aus einer medien- und diskurstheoretischen Perspektive und arbeitet spezifische mediale Dynamiken heraus. Das legendarische Erzählen führt häufig zu Momenten des Scheiterns, wodurch die Geltung immer wieder infrage gestellt und neu diskursiv behauptet werden muss. Kultische und heilsgeschichtliche Aspekte treten in den Hintergrund, während die Texte die Voraussetzungen ihres Medienwerdens reflektieren. Im ersten Buch sind Momente der Hospitalität und Hostilität in der Kindheit Jesu charakteristisch. Das zweite Buch zeigt ein textuelles Changieren zwischen Nähe und Distanz, das die apostolische Verkündigung prägt. Im dritten Buch werden verstärkt Momente sichtbar, in denen die Redemacht der Heiligen textuell herausgefordert und dadurch diskursiv perpetuiert wird.

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Die Macht der Rede, Thomas M. Müller

Język
Rok wydania
2023
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Tytuł
Die Macht der Rede
Podtytuł
Mediale Dynamiken im Passional
Język
niemiecki
Rok wydania
2023
ISBN10
3034017359
ISBN13
9783034017350
Seria
Opis
Das Passional ist das älteste und umfangreichste Verslegendar in deutscher Sprache, um 1300 von einem anonymen Autor verfasst und wahrscheinlich durch den Deutschen Orden verbreitet. Es vereint in drei Büchern ein Marienleben, achtzehn Apostellegenden und diverse Heiligenlegenden. Der Text eröffnet einen weiten heilsgeschichtlichen Horizont, fokussiert jedoch oft auf spezifische mediale Dynamiken, die in der Forschung wenig Beachtung fanden. Der vorliegende Band analysiert exemplarische Texte aus allen drei Büchern aus einer medien- und diskurstheoretischen Perspektive und arbeitet spezifische mediale Dynamiken heraus. Das legendarische Erzählen führt häufig zu Momenten des Scheiterns, wodurch die Geltung immer wieder infrage gestellt und neu diskursiv behauptet werden muss. Kultische und heilsgeschichtliche Aspekte treten in den Hintergrund, während die Texte die Voraussetzungen ihres Medienwerdens reflektieren. Im ersten Buch sind Momente der Hospitalität und Hostilität in der Kindheit Jesu charakteristisch. Das zweite Buch zeigt ein textuelles Changieren zwischen Nähe und Distanz, das die apostolische Verkündigung prägt. Im dritten Buch werden verstärkt Momente sichtbar, in denen die Redemacht der Heiligen textuell herausgefordert und dadurch diskursiv perpetuiert wird.