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Die Unhintergehbarkeit von Individualität

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Manfred Frank behandelt in seinen Tübinger Ernst-Bloch-Vorlesungen das Thema der Individualität und fragt, ob das Individuum theoretisch am Ende ist und ob seine Existenz in der Realität bedroht ist. Eine erste Antwort auf diese Frage kann bejaht werden, da die Philosophie seit ihren antiken Anfängen Skepsis gegenüber der Individualität zeigt. Auch nicht-philosophische Wissensformen sind nicht individualitätsfreundlicher, da die Wissenschaft aus methodologischen Gründen das Individuelle ausschließt. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass eine positive Antwort voreilig ist. Der Begriff des Individuums hat sich im Laufe der Evolution der europäischen Intelligenz gewandelt, und selbst das Aufblühen des Individualismus um 1775, das später mit bürgerlichem Individualismus identifiziert wurde, ist semantisch nicht einheitlich. Die Frage nach der Individualität kann nur durch geduldige Rekonstruktionsarbeit entschieden werden. Frank beginnt diese Arbeit „ab ovo“ und untersucht die Beziehungen zwischen den Begriffen Subjekt und Individuum in der neueren philosophischen Diskussion sowie deren Verhältnis zum Begriff der Person und die damit verbundene Identität oder Nicht-Identität.

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Die Unhintergehbarkeit von Individualität, Manfred Frank

Język
Rok wydania
1986
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Die Unhintergehbarkeit von Individualität
Język
niemiecki
Wydawca
Suhrkamp
Rok wydania
1986
Oprawa
miękka
ISBN10
3518113771
ISBN13
9783518113776
Seria
Tagi
Ocena
2 z 5
Opis
Manfred Frank behandelt in seinen Tübinger Ernst-Bloch-Vorlesungen das Thema der Individualität und fragt, ob das Individuum theoretisch am Ende ist und ob seine Existenz in der Realität bedroht ist. Eine erste Antwort auf diese Frage kann bejaht werden, da die Philosophie seit ihren antiken Anfängen Skepsis gegenüber der Individualität zeigt. Auch nicht-philosophische Wissensformen sind nicht individualitätsfreundlicher, da die Wissenschaft aus methodologischen Gründen das Individuelle ausschließt. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass eine positive Antwort voreilig ist. Der Begriff des Individuums hat sich im Laufe der Evolution der europäischen Intelligenz gewandelt, und selbst das Aufblühen des Individualismus um 1775, das später mit bürgerlichem Individualismus identifiziert wurde, ist semantisch nicht einheitlich. Die Frage nach der Individualität kann nur durch geduldige Rekonstruktionsarbeit entschieden werden. Frank beginnt diese Arbeit „ab ovo“ und untersucht die Beziehungen zwischen den Begriffen Subjekt und Individuum in der neueren philosophischen Diskussion sowie deren Verhältnis zum Begriff der Person und die damit verbundene Identität oder Nicht-Identität.