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Erkenntniskonstruktion am Beispiel der Tastwahrnehmung

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Wahrnehmung prägt unser Wissen über die Umwelt, andere Menschen und uns selbst. Dieser Prozess ist entscheidend für unsere erlebte Welt und bildet die Grundlage für unser Handeln. Philosophen haben sich lange mit der Frage beschäftigt, ob Wahrnehmungen Abbildungen einer externen Realität oder geistige Konstruktionen sind. Der Radikale Konstruktivismus, eine Kognitionstheorie, vertritt die Ansicht, dass Erkenntnis konstruiert wird. Auch psychologische Wahrnehmungstheorien, wie die von Bruner und Neisser, unterstützen diese Sichtweise, indem sie interne Faktoren im Wahrnehmungsprozess betonen. Dennoch können sie die Annahme einer vollständig konstruierten Wahrnehmung nicht akzeptieren. Neisser stellt die Frage, warum Wahrnehmungen in der Regel stabil und genau sind, wenn sie konstruiert sind. Diese Stabilität wirft die Frage auf, was die Grundlage für unsere Wahrnehmungen ist, wenn sie nicht auf der Richtigkeit einer externen Abbildung beruhen. Radikale KonstruktivistInnen beschäftigen sich mit dieser Thematik und untersuchen die Prinzipien, die einer stabilen Wahrnehmung zugrunde liegen. Diese Überlegungen motivieren uns, den Radikalen Konstruktivismus in die Wahrnehmungspsychologie zu integrieren und die bestehenden psychologischen Theorien weiterzuentwickeln.

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Erkenntniskonstruktion am Beispiel der Tastwahrnehmung, Ellen Matthies

Język
Rok wydania
1991
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Erkenntniskonstruktion am Beispiel der Tastwahrnehmung
Język
niemiecki
Wydawca
Vieweg
Rok wydania
1991
Oprawa
twarda
ISBN10
3528064056
ISBN13
9783528064051
Seria
Opis
Wahrnehmung prägt unser Wissen über die Umwelt, andere Menschen und uns selbst. Dieser Prozess ist entscheidend für unsere erlebte Welt und bildet die Grundlage für unser Handeln. Philosophen haben sich lange mit der Frage beschäftigt, ob Wahrnehmungen Abbildungen einer externen Realität oder geistige Konstruktionen sind. Der Radikale Konstruktivismus, eine Kognitionstheorie, vertritt die Ansicht, dass Erkenntnis konstruiert wird. Auch psychologische Wahrnehmungstheorien, wie die von Bruner und Neisser, unterstützen diese Sichtweise, indem sie interne Faktoren im Wahrnehmungsprozess betonen. Dennoch können sie die Annahme einer vollständig konstruierten Wahrnehmung nicht akzeptieren. Neisser stellt die Frage, warum Wahrnehmungen in der Regel stabil und genau sind, wenn sie konstruiert sind. Diese Stabilität wirft die Frage auf, was die Grundlage für unsere Wahrnehmungen ist, wenn sie nicht auf der Richtigkeit einer externen Abbildung beruhen. Radikale KonstruktivistInnen beschäftigen sich mit dieser Thematik und untersuchen die Prinzipien, die einer stabilen Wahrnehmung zugrunde liegen. Diese Überlegungen motivieren uns, den Radikalen Konstruktivismus in die Wahrnehmungspsychologie zu integrieren und die bestehenden psychologischen Theorien weiterzuentwickeln.