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Im 1946 erschienenen Wörterbuch des Unmenschen analysierten Dolf Sternberger, Gerhard Storz und W. E. Süskind die Manipulation der Sprache durch die Nationalsozialisten. In seinem neuen Werk unternimmt Erhard Eppler eine Sprachkritik im Kontext verwalteter Risiken. Diese Risiken resultieren nicht nur aus Umweltbelastungen, sondern auch aus der potenziellen Zerstörung der politischen Kultur, während der Rechtsextremismus zunimmt und eine wachsende Politikverdrossenheit nach der Wiedervereinigung spürbar wird. Eppler identifiziert eine der Hauptursachen in der Verwendung der Sprache in der Politik, da sie das einzige Mittel ist, um Zusammenhänge sichtbar zu machen, Argumente zu präsentieren und Konsens zu schaffen. Daher muss eine Kritik der aktuellen Politik auch eine Kritik der Sprache umfassen. Eppler nähert sich diesem Thema nicht als Sprachwissenschaftler, sondern aus der Perspektive seiner langjährigen politischen Erfahrung. Das Ergebnis ist keine parteipolitische Abhandlung, sondern eine anschauliche und klare Analyse der politischen Sprache. Durch die Untersuchung einzelner Worte und die Zerlegung typischer Äußerungen von Politikern zeigt Eppler, dass vorgefertigte Floskeln, wie George Orwell bemerkte, die kritische Denk- und Überzeugungsarbeit ersetzen. Wenn diese in den politischen Diskurs eintreten, werden Wahrheit und Glaubwürdigkeit zu Opfern.
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Kavalleriepferde beim Hornsignal, Erhard Eppler
- Język
- Rok wydania
- 1992
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- Tytuł
- Kavalleriepferde beim Hornsignal
- Podtytuł
- Die Krise der Politik im Spiegel der Sprache
- Język
- niemiecki
- Autorzy
- Erhard Eppler
- Wydawca
- Suhrkamp
- Rok wydania
- 1992
- ISBN10
- 3518117882
- ISBN13
- 9783518117880
- Seria
- Kategorie
- Ocena
- 4,5 z 5
- Opis
- Im 1946 erschienenen Wörterbuch des Unmenschen analysierten Dolf Sternberger, Gerhard Storz und W. E. Süskind die Manipulation der Sprache durch die Nationalsozialisten. In seinem neuen Werk unternimmt Erhard Eppler eine Sprachkritik im Kontext verwalteter Risiken. Diese Risiken resultieren nicht nur aus Umweltbelastungen, sondern auch aus der potenziellen Zerstörung der politischen Kultur, während der Rechtsextremismus zunimmt und eine wachsende Politikverdrossenheit nach der Wiedervereinigung spürbar wird. Eppler identifiziert eine der Hauptursachen in der Verwendung der Sprache in der Politik, da sie das einzige Mittel ist, um Zusammenhänge sichtbar zu machen, Argumente zu präsentieren und Konsens zu schaffen. Daher muss eine Kritik der aktuellen Politik auch eine Kritik der Sprache umfassen. Eppler nähert sich diesem Thema nicht als Sprachwissenschaftler, sondern aus der Perspektive seiner langjährigen politischen Erfahrung. Das Ergebnis ist keine parteipolitische Abhandlung, sondern eine anschauliche und klare Analyse der politischen Sprache. Durch die Untersuchung einzelner Worte und die Zerlegung typischer Äußerungen von Politikern zeigt Eppler, dass vorgefertigte Floskeln, wie George Orwell bemerkte, die kritische Denk- und Überzeugungsarbeit ersetzen. Wenn diese in den politischen Diskurs eintreten, werden Wahrheit und Glaubwürdigkeit zu Opfern.


