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Die Melancholie des Detektivs

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Der melancholische Detektiv, der dieser Sammlung von Essays den Namen gibt, ist Auguste Dupin. Dupin, eine Gestalt Edgar Allan Poes, hat die fürchterlichen Morde in der Rue Morgue aufgeklärt; er ist also ein Aufklärer. Aber Dupin ist keineswegs „Fortschrittsoptimist“, auf keinen Fall ist er jemand, der denkt, die aufklärerische Vernunft würde am Schluß alle Probleme lösen und mit ihrem Licht die Welt von der Finsternis befreien. Im Gegenteil; Dupin ist ebenso lethargisch wie scharfsinnig. Das heißt, er verzichtet keinesfalls auf den Gebrauch der Vernunft, aber er setzt in sie keine enthusiastischen Erwartungen. So wird „die Melancholie des Detektivs“ zu einem Denkbild, das nach Georg Kohler der gegenwärtigen Lage entspricht: Die großen Versprechungen der Vernunft, mit dem Unvernünftigen endgültig aufzuräumen, sind als irrational entlarvt. Andererseits muß man gegen Irrationalismen, die am Vormarsch sind, fordern, daß sie zur Vernunft kommen.

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Die Melancholie des Detektivs, Georg Kohler

Język
Rok wydania
1994
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Die Melancholie des Detektivs
Język
niemiecki
Wydawca
Deuticke
Rok wydania
1994
Oprawa
miękka
Liczba stron
208
ISBN10
3216301044
ISBN13
9783216301048
Seria
Tagi
Opis
Der melancholische Detektiv, der dieser Sammlung von Essays den Namen gibt, ist Auguste Dupin. Dupin, eine Gestalt Edgar Allan Poes, hat die fürchterlichen Morde in der Rue Morgue aufgeklärt; er ist also ein Aufklärer. Aber Dupin ist keineswegs „Fortschrittsoptimist“, auf keinen Fall ist er jemand, der denkt, die aufklärerische Vernunft würde am Schluß alle Probleme lösen und mit ihrem Licht die Welt von der Finsternis befreien. Im Gegenteil; Dupin ist ebenso lethargisch wie scharfsinnig. Das heißt, er verzichtet keinesfalls auf den Gebrauch der Vernunft, aber er setzt in sie keine enthusiastischen Erwartungen. So wird „die Melancholie des Detektivs“ zu einem Denkbild, das nach Georg Kohler der gegenwärtigen Lage entspricht: Die großen Versprechungen der Vernunft, mit dem Unvernünftigen endgültig aufzuräumen, sind als irrational entlarvt. Andererseits muß man gegen Irrationalismen, die am Vormarsch sind, fordern, daß sie zur Vernunft kommen.