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Feindbild: Minderheit

Ethnisierung und ihre Ziele

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  • 240 stron
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In der öffentlichen Diskussion, sei es in Zeitungen, Rundfunk oder Fernsehen, wird häufig mit Begriffen wie „Türken“, „Russen“, „Asylanten“ oder „Deutschen“ argumentiert. Diese Argumentationen basieren oft auf der Vorstellung gruppenspezifischer Eigenschaften, die als geschlossen, unverwechselbar und tief verwurzelt angesehen werden. Dies führt zu einer alltäglichen Ethnizitätsvorstellung, die auch in der Wissenschaft lange Zeit verbreitet war und in einigen Disziplinen weiterhin ist. Zunehmend zeigt sich jedoch, dass solche Ethnizitätsvorstellungen problematische soziale Konstruktionen darstellen. Die Grundstruktur dieser Vorstellungen ist nicht das Problem; vielmehr sind es die gesellschaftspolitischen Implikationen ihrer Verwendung. Diese Konstruktionen sind oft vage und spekulativ und werden ahistorisch und unreflektiert verwendet. Anstatt durchdachte Konzepte zu entwickeln, werden bestehende Ethnizitätsvorstellungen unkritisch übernommen und zur Bildung von Gruppen genutzt. Dabei scheinen sie immun gegenüber der konkreten gesellschaftlichen Realität und der historischen Entwicklung zu sein. Es wird deutlich, dass hinter diesen Ethnizitätsbegriffen politische Interessen stehen, die ganze Gesellschaften auf bestimmte Abstammungsgemeinschaften reduzieren.

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Feindbild: Minderheit, Wolf-Dietrich Tretsch

Język
Rok wydania
1996
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Feindbild: Minderheit
Podtytuł
Ethnisierung und ihre Ziele
Język
niemiecki
Rok wydania
1996
Oprawa
miękka
Liczba stron
240
ISBN10
3810015466
ISBN13
9783810015464
Seria
Tagi
Opis
In der öffentlichen Diskussion, sei es in Zeitungen, Rundfunk oder Fernsehen, wird häufig mit Begriffen wie „Türken“, „Russen“, „Asylanten“ oder „Deutschen“ argumentiert. Diese Argumentationen basieren oft auf der Vorstellung gruppenspezifischer Eigenschaften, die als geschlossen, unverwechselbar und tief verwurzelt angesehen werden. Dies führt zu einer alltäglichen Ethnizitätsvorstellung, die auch in der Wissenschaft lange Zeit verbreitet war und in einigen Disziplinen weiterhin ist. Zunehmend zeigt sich jedoch, dass solche Ethnizitätsvorstellungen problematische soziale Konstruktionen darstellen. Die Grundstruktur dieser Vorstellungen ist nicht das Problem; vielmehr sind es die gesellschaftspolitischen Implikationen ihrer Verwendung. Diese Konstruktionen sind oft vage und spekulativ und werden ahistorisch und unreflektiert verwendet. Anstatt durchdachte Konzepte zu entwickeln, werden bestehende Ethnizitätsvorstellungen unkritisch übernommen und zur Bildung von Gruppen genutzt. Dabei scheinen sie immun gegenüber der konkreten gesellschaftlichen Realität und der historischen Entwicklung zu sein. Es wird deutlich, dass hinter diesen Ethnizitätsbegriffen politische Interessen stehen, die ganze Gesellschaften auf bestimmte Abstammungsgemeinschaften reduzieren.