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Blut und Paukboden

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Die 'geistig-moralische Wende' von 1982 löste auch an den Hochschulen eine Phase der Restauration aus. Studentische Verbindungen, die im Gefolge der Studentenbewegung von 1968 politisch fast bedeutungslos geworden waren, haben wieder Zulauf und gewinnen in der Öffentlichkeit an Boden. In der vorliegenden Studie wird die 'Deutsche Burschenschaft' - der prominenteste Korporationsverband - einer kritischen Analyse unterzogen. Untersucht wird in einem historischen Längsschnitt die deutsche und österreichische Burschenschaftsgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart. Dabei wird deutlich, wie völkisch-nationalistisches Denken das burschenschaftliche Weltbild von Beginn an formte und bis heute prägt. Es bildet die Basis für ein Gesellschafts- (besser: 'Volksgemeinschafts'-), Politik- und Staatsverständnis, das in seiner Substanz in Konkurrenz und Widerspruch zu den Grundsätzen demokratisch verfaßter Gesellschaften steht. Für die Gegenwart wird nachgewiesen, wie sich Ideologie und Programmatik dieses Verbandes, vor allem unter dem Einfluß österreichischer Burschenschaften, den Theorien einer sich selbst als 'Neue Rechte' bezeichnenden Strömung des Rechtsextremismus immer stärker zuwenden. Vielfach belegte Aktivitäten einzelner Burschenschafter und Burschenschaften dokumentieren eine doch relativ stabile Verankerung im rechtsextremen Milieu, die mittlerweile selbst von Verbindungsstudenten anderer Dachverbände kritisiert wird.

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Blut und Paukboden, Dietrich Heither

Język
Rok wydania
1997
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Blut und Paukboden
Język
niemiecki
Rok wydania
1997
Oprawa
miękka
Liczba stron
412
ISBN10
3596133785
ISBN13
9783596133789
Seria
Opis
Die 'geistig-moralische Wende' von 1982 löste auch an den Hochschulen eine Phase der Restauration aus. Studentische Verbindungen, die im Gefolge der Studentenbewegung von 1968 politisch fast bedeutungslos geworden waren, haben wieder Zulauf und gewinnen in der Öffentlichkeit an Boden. In der vorliegenden Studie wird die 'Deutsche Burschenschaft' - der prominenteste Korporationsverband - einer kritischen Analyse unterzogen. Untersucht wird in einem historischen Längsschnitt die deutsche und österreichische Burschenschaftsgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart. Dabei wird deutlich, wie völkisch-nationalistisches Denken das burschenschaftliche Weltbild von Beginn an formte und bis heute prägt. Es bildet die Basis für ein Gesellschafts- (besser: 'Volksgemeinschafts'-), Politik- und Staatsverständnis, das in seiner Substanz in Konkurrenz und Widerspruch zu den Grundsätzen demokratisch verfaßter Gesellschaften steht. Für die Gegenwart wird nachgewiesen, wie sich Ideologie und Programmatik dieses Verbandes, vor allem unter dem Einfluß österreichischer Burschenschaften, den Theorien einer sich selbst als 'Neue Rechte' bezeichnenden Strömung des Rechtsextremismus immer stärker zuwenden. Vielfach belegte Aktivitäten einzelner Burschenschafter und Burschenschaften dokumentieren eine doch relativ stabile Verankerung im rechtsextremen Milieu, die mittlerweile selbst von Verbindungsstudenten anderer Dachverbände kritisiert wird.