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Einbildungskraft und Aufklärung

Perspektiven der Philosophie, Anthropologie und Ästhetik um 1750

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Die Arbeit untersucht, wie die Einbildungskraft als Vermögen zwischen Empfindung und Verstand in der Moralphilosophie, Psychologie, Physiologie, Anthropologie, Ästhetik und Poetik des späten 18. Jahrhunderts thematisiert wurde. Der Prozess wird unter Rückgriff auf frühaufklärerisches Schrifttum (Malebranche, Shaftesbury, Thomasius-Schule, Wolff) in begriffs-, wissens- und wissenschaftsgeschichtlicher Perspektive rekonstruiert. Ein Schwerpunkt liegt auf der vordisziplinären Anthropologie der Aufklärung, wobei die Aufwertung der 'unteren Seelenkräfte' eine Neukonzeption des psychophysiologischen Zusammenhangs erfordert. Der Hallesche Diskussionskontext von Medizin und Philosophie um 1750 spielt eine zentrale Rolle: In der Kontroverse zwischen animistischen und mechanistischen Modellen der Empfindung wurden die psychische Wirksamkeit der Einbildungskraft auf den Körper und ihre physiologische Determinierbarkeit erörtert. Besonders problematisch war die potenziell ausschweifende, regellose Wirkung der Einbildungskraft, die an Traum, Schwärmerei und Wahnsinn analysiert wurde. Die daraus resultierende Forderung nach Kontrolle der Assoziation der Ideen erstreckte sich auch auf eine vermögenspsychologisch fundierte Ästhetik und Poetik, die die Verbesserung der Einbildungskraft durch sinnlich-ästhetische Erziehung zum Ziel hatte.

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Einbildungskraft und Aufklärung, Gabriele Dürbeck

Język
Rok wydania
1998
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Einbildungskraft und Aufklärung
Podtytuł
Perspektiven der Philosophie, Anthropologie und Ästhetik um 1750
Język
niemiecki
Wydawca
Niemeyer
Rok wydania
1998
Oprawa
twarda
ISBN10
3484181486
ISBN13
9783484181489
Seria
Opis
Die Arbeit untersucht, wie die Einbildungskraft als Vermögen zwischen Empfindung und Verstand in der Moralphilosophie, Psychologie, Physiologie, Anthropologie, Ästhetik und Poetik des späten 18. Jahrhunderts thematisiert wurde. Der Prozess wird unter Rückgriff auf frühaufklärerisches Schrifttum (Malebranche, Shaftesbury, Thomasius-Schule, Wolff) in begriffs-, wissens- und wissenschaftsgeschichtlicher Perspektive rekonstruiert. Ein Schwerpunkt liegt auf der vordisziplinären Anthropologie der Aufklärung, wobei die Aufwertung der 'unteren Seelenkräfte' eine Neukonzeption des psychophysiologischen Zusammenhangs erfordert. Der Hallesche Diskussionskontext von Medizin und Philosophie um 1750 spielt eine zentrale Rolle: In der Kontroverse zwischen animistischen und mechanistischen Modellen der Empfindung wurden die psychische Wirksamkeit der Einbildungskraft auf den Körper und ihre physiologische Determinierbarkeit erörtert. Besonders problematisch war die potenziell ausschweifende, regellose Wirkung der Einbildungskraft, die an Traum, Schwärmerei und Wahnsinn analysiert wurde. Die daraus resultierende Forderung nach Kontrolle der Assoziation der Ideen erstreckte sich auch auf eine vermögenspsychologisch fundierte Ästhetik und Poetik, die die Verbesserung der Einbildungskraft durch sinnlich-ästhetische Erziehung zum Ziel hatte.