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Bürger und Boheme

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  • 438 stron
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Während die Bürger der Unter- und Mittelschicht aus Unwissenheit, oder auch aus Unsicherheit gegenüber den sich ständig wechselnden Stilrichtungen in der Bildenden Kunst, der Musik und der Literatur, häufig am traditionellen Kunstgeschmack festhielten, gab es durchaus - vor allem in der Oberschicht - Bürger, die sich der Avantgarde und den Vorreitern der Moderne aufgeschlossen gegenüber zeigten. Sie betätigten sich als Sammler traditioneller und moderner Werke, insbesondere auch der ersten Impressionisten und machten ihre Kunstschätze der breiten Öffentlichkeit als Stiftungen zugänglich.§Die Künstler hingegen, die bestrebt waren, sich deutlich in ihren Werken von allen Zwängen gesellschaftlicher Konventionen zu befreien, überschütteten die Bourgeoisie in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts heftiger als je zuvor mit Häme. Ihr Anspruch auf Kultiviertheit sei lächerlich, es fehle ihr jeglicher Kunstsinn, und sie huldige daher nur dem Kitsch oder einem prahlerischen Kunstkonsum.§ Peter Gay zeigt, daß diese zum Teil heftig ausgetragenen Konflikte letztendlich dennoch dazu führten, daß sich der Kulturbetrieb im 19. Jahrhundert in beispielloser Vielfalt entwickeln konnte.

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Bürger und Boheme, Peter Gay

Język
Rok wydania
1999
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Bürger und Boheme
Język
niemiecki
Autorzy
Peter Gay
Wydawca
Beck
Rok wydania
1999
Oprawa
twarda
Liczba stron
438
ISBN10
3406454259
ISBN13
9783406454257
Oryginalna nazwa
Pleasure wars
Ocena
4 z 5
Opis
Während die Bürger der Unter- und Mittelschicht aus Unwissenheit, oder auch aus Unsicherheit gegenüber den sich ständig wechselnden Stilrichtungen in der Bildenden Kunst, der Musik und der Literatur, häufig am traditionellen Kunstgeschmack festhielten, gab es durchaus - vor allem in der Oberschicht - Bürger, die sich der Avantgarde und den Vorreitern der Moderne aufgeschlossen gegenüber zeigten. Sie betätigten sich als Sammler traditioneller und moderner Werke, insbesondere auch der ersten Impressionisten und machten ihre Kunstschätze der breiten Öffentlichkeit als Stiftungen zugänglich.§Die Künstler hingegen, die bestrebt waren, sich deutlich in ihren Werken von allen Zwängen gesellschaftlicher Konventionen zu befreien, überschütteten die Bourgeoisie in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts heftiger als je zuvor mit Häme. Ihr Anspruch auf Kultiviertheit sei lächerlich, es fehle ihr jeglicher Kunstsinn, und sie huldige daher nur dem Kitsch oder einem prahlerischen Kunstkonsum.§ Peter Gay zeigt, daß diese zum Teil heftig ausgetragenen Konflikte letztendlich dennoch dazu führten, daß sich der Kulturbetrieb im 19. Jahrhundert in beispielloser Vielfalt entwickeln konnte.