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Vernunft, Politik und Leidenschaft

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Der Kommunitarismus sei ein sinnvolles Korrektiv liberaler Politiktheorie, wenn auch kein substantielles politisches Programm - so argumentierte Michael Walzer in seinem vielbeachteten Aufsatz über „Die kommunitaristische Kritik am Liberalismus“. Seine 'Max Horkheimer Vorlesungen' sind eine Vertiefung dieser Kritik an liberalistischer Theorie und Praxis. Im ersten Kapitel korrigiert Walzer das Bild vom autonomen Individuum, das einzig aufgrund seiner eigenen freien Wahl sich bestimmten Gemeinschaften oder Bewegungen anschließe. Das zweite Kapitel arbeitet heraus, daß rationale, wohlabgewogene Entscheidungen nur einen kleinen Teil des realen politischen Prozesses in Demokratien ausmachen. Soziale Konflikte verschiedener Größenordnungen sind ungleich bestimmendere Realitäten. Im dritten Teil schließlich behandelt Walzer die Rolle der Leidenschaften in der Politik, welche die liberalen Theoretiker gemeinhin herunterspielen, weil sie ins Bild vernünftiger Entscheidungsfindung nicht recht passen wollen. Diese drei Defizite sind in den Augen Walzers dafür verantwortlich, daß liberale Theorie in ihren zeitgenössischen Versionen die realen Situationen und Konfliktfälle ungerechtfertigter Ungleichheit eher ausblendet, als zu ihrer Beseitigung beiträgt.

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Vernunft, Politik und Leidenschaft, Michael Walzer

Język
Rok wydania
1999
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Vernunft, Politik und Leidenschaft
Język
niemiecki
Rok wydania
1999
Oprawa
miękka
Liczba stron
93
ISBN10
3596144396
ISBN13
9783596144396
Seria
Oryginalna nazwa
Vernunft, Politik und Leidenschaft
Ocena
3 z 5
Opis
Der Kommunitarismus sei ein sinnvolles Korrektiv liberaler Politiktheorie, wenn auch kein substantielles politisches Programm - so argumentierte Michael Walzer in seinem vielbeachteten Aufsatz über „Die kommunitaristische Kritik am Liberalismus“. Seine 'Max Horkheimer Vorlesungen' sind eine Vertiefung dieser Kritik an liberalistischer Theorie und Praxis. Im ersten Kapitel korrigiert Walzer das Bild vom autonomen Individuum, das einzig aufgrund seiner eigenen freien Wahl sich bestimmten Gemeinschaften oder Bewegungen anschließe. Das zweite Kapitel arbeitet heraus, daß rationale, wohlabgewogene Entscheidungen nur einen kleinen Teil des realen politischen Prozesses in Demokratien ausmachen. Soziale Konflikte verschiedener Größenordnungen sind ungleich bestimmendere Realitäten. Im dritten Teil schließlich behandelt Walzer die Rolle der Leidenschaften in der Politik, welche die liberalen Theoretiker gemeinhin herunterspielen, weil sie ins Bild vernünftiger Entscheidungsfindung nicht recht passen wollen. Diese drei Defizite sind in den Augen Walzers dafür verantwortlich, daß liberale Theorie in ihren zeitgenössischen Versionen die realen Situationen und Konfliktfälle ungerechtfertigter Ungleichheit eher ausblendet, als zu ihrer Beseitigung beiträgt.