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Das Mephisto-Prinzip

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Niemand hatte ihn gewollt oder herbeigerufen. Er kam einfach und blieb, schlich sich in die alte feudalistische Ordnung ein und hält sich bis heute hartnäckig am Leben. Im Gegensatz zu Sozialismus, Wohlfahrtsstaat und Nationalsozialismus wurde der Kapitalismus nicht bewusst erschaffen. Hätte jemand ihn entworfen, wäre er vermutlich für verrückt erklärt worden. Zahlreiche Werke versuchen, ihn zu analysieren, zu erklären und zu kritisieren, doch keines kann ein Urheberrecht auf den Kapitalismus anmelden. Wahrscheinlich können ihn viele Intellektuelle nicht ausstehen, da er sie ignoriert. Der Kapitalismus ist die institutionalisierte Versuchung zu moralischer Niedrigkeit, die den Einzelnen aus höheren Ordnungen löst und ihn in Selbstsucht versetzt. Diese Verlockung zum hemmungslosen Gütergenuss ist den Anhängern himmlischer oder weltlicher Heilslehren ein Graus. Intellektuelle Glaubenskämpfer verurteilen den Kapitalismus aus verschiedenen Motiven und machen ihn für alle Übel verantwortlich. Dennoch entscheidet sich die Bevölkerung, wo sie die freie Wahl hat, letztlich für den Kapitalismus. Interessanterweise hat sich gezeigt, dass der Kapitalismus die einstigen Ziele der Revolutionäre verwirklicht hat. Er hat nicht nur Kapitalisten bereichert, sondern Milliarden von Menschen materielle Standards ermöglicht, von denen frühere Generationen nicht zu träumen wagten.

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Das Mephisto-Prinzip, Dirk Maxeiner

Język
Rok wydania
2001
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Das Mephisto-Prinzip
Język
niemiecki
Wydawca
Eichborn
Rok wydania
2001
Oprawa
twarda
ISBN10
3821816368
ISBN13
9783821816364
Seria
Tagi
Ocena
4 z 5
Opis
Niemand hatte ihn gewollt oder herbeigerufen. Er kam einfach und blieb, schlich sich in die alte feudalistische Ordnung ein und hält sich bis heute hartnäckig am Leben. Im Gegensatz zu Sozialismus, Wohlfahrtsstaat und Nationalsozialismus wurde der Kapitalismus nicht bewusst erschaffen. Hätte jemand ihn entworfen, wäre er vermutlich für verrückt erklärt worden. Zahlreiche Werke versuchen, ihn zu analysieren, zu erklären und zu kritisieren, doch keines kann ein Urheberrecht auf den Kapitalismus anmelden. Wahrscheinlich können ihn viele Intellektuelle nicht ausstehen, da er sie ignoriert. Der Kapitalismus ist die institutionalisierte Versuchung zu moralischer Niedrigkeit, die den Einzelnen aus höheren Ordnungen löst und ihn in Selbstsucht versetzt. Diese Verlockung zum hemmungslosen Gütergenuss ist den Anhängern himmlischer oder weltlicher Heilslehren ein Graus. Intellektuelle Glaubenskämpfer verurteilen den Kapitalismus aus verschiedenen Motiven und machen ihn für alle Übel verantwortlich. Dennoch entscheidet sich die Bevölkerung, wo sie die freie Wahl hat, letztlich für den Kapitalismus. Interessanterweise hat sich gezeigt, dass der Kapitalismus die einstigen Ziele der Revolutionäre verwirklicht hat. Er hat nicht nur Kapitalisten bereichert, sondern Milliarden von Menschen materielle Standards ermöglicht, von denen frühere Generationen nicht zu träumen wagten.