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Steinerne Nächte

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Das 20. Jahrhundert war für Russland und die ehemaligen Sowjetrepubliken von einer beispiellosen Häufung von Tod und Vernichtung geprägt. Zwei Weltkriege, die Oktoberrevolution, Säuberungen und Hungersnöte führten dazu, dass Russland traurigerweise das Land mit den meisten gewaltsam zu Tode gekommenen Menschen wurde. Die russische Erde ist voll von Toten – Soldaten, Partisanen, Verfolgten und Opfern der großen Säuberungen unter Stalin, die oft anonym in Massengräbern beigesetzt wurden. Jahrhunderte lang waren die Russen der Willkür der zaristischen Obrigkeit ausgeliefert und entwickelten eine fatalistische Beziehung zum Tod, akzeptierten frühe und gewaltsame Todesarten als unausweichlich. Der Tod wurde als Teil des Lebens angesehen, und das Trauern fand nur im familiären Rahmen statt, während öffentliche Trauer verboten war. Catherine Merridale analysiert in ihrem Werk die Gräuel dieser Zeit und stellt zentrale Fragen: Wie bewältigte die Nation ihre enormen Verluste? Wie konnte eine ganze Gesellschaft trauern, ohne dies auszudrücken? Die Autorin beleuchtet auch die orthodoxen Gottesdienste, die den Menschen Halt gaben, und die gescheiterten Versuche der Bolschewisten, atheistische Alternativen zu schaffen. Erst seit der Ära der Glasnost verändert sich der Umgang mit der schmerzlichen Vergangenheit, und Familien können nun nach ihren ermordeten Angehörigen suchen, um ihnen eine würdige Bestattung zu ermöglichen.

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Steinerne Nächte, Catherine Merridale

Język
Rok wydania
2001
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Steinerne Nächte
Język
niemiecki
Wydawca
Blessing
Rok wydania
2001
Oprawa
twarda
ISBN10
3896670816
ISBN13
9783896670816
Seria
Tagi
Oryginalna nazwa
Night of stone
Opis
Das 20. Jahrhundert war für Russland und die ehemaligen Sowjetrepubliken von einer beispiellosen Häufung von Tod und Vernichtung geprägt. Zwei Weltkriege, die Oktoberrevolution, Säuberungen und Hungersnöte führten dazu, dass Russland traurigerweise das Land mit den meisten gewaltsam zu Tode gekommenen Menschen wurde. Die russische Erde ist voll von Toten – Soldaten, Partisanen, Verfolgten und Opfern der großen Säuberungen unter Stalin, die oft anonym in Massengräbern beigesetzt wurden. Jahrhunderte lang waren die Russen der Willkür der zaristischen Obrigkeit ausgeliefert und entwickelten eine fatalistische Beziehung zum Tod, akzeptierten frühe und gewaltsame Todesarten als unausweichlich. Der Tod wurde als Teil des Lebens angesehen, und das Trauern fand nur im familiären Rahmen statt, während öffentliche Trauer verboten war. Catherine Merridale analysiert in ihrem Werk die Gräuel dieser Zeit und stellt zentrale Fragen: Wie bewältigte die Nation ihre enormen Verluste? Wie konnte eine ganze Gesellschaft trauern, ohne dies auszudrücken? Die Autorin beleuchtet auch die orthodoxen Gottesdienste, die den Menschen Halt gaben, und die gescheiterten Versuche der Bolschewisten, atheistische Alternativen zu schaffen. Erst seit der Ära der Glasnost verändert sich der Umgang mit der schmerzlichen Vergangenheit, und Familien können nun nach ihren ermordeten Angehörigen suchen, um ihnen eine würdige Bestattung zu ermöglichen.