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Metamorphosen der Antike in Goethes Werk

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In Goethes produktiver Hinwendung zur Antike gibt es lebenslang nur eine Konstante: eine fortwährende Höchstschätzung. Vom Sturm und Drang bis zum Alterswerk zeichnen sich aber charakteristische Metamorphosen ab. Ob sich Goethe mit Homer, Pindar und Euripides, mit Platon oder Seneca beschäftigt, immer ist die Antike für ihn Medium einer auf die aktuelle Lebenssituation bezogenen Selbstverständigung oder Medium historischer Reflexion auf seine eigene Zeit. Die beiden größten Zeugnisse, Iphigenie auf Tauris und Faust II, zeigen ein aufschlussreiches Gegenprofil. Es ergibt sich aus der historischen Differenz dieser durch epochale Erfahrungen getrennten Werke und lässt zugleich eine wesentliche Wandlung in Goethes Geschichtsdenken erkennen. Im zweiten Teil des Faust reflektiert Goethe die Metamorphosen der Antike selbst schon kulturhistorisch angesichts einer von instrumenteller Vernunft bestimmten Moderne, deren geschichtliche Logik er als Überschreitung der aus der neuzeitlichen Rezeption der Antike entstandenen humanistisch-ästhetischen Kultur versteht.

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Metamorphosen der Antike in Goethes Werk, Jochen Schmidt

Język
Rok wydania
2002
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Metamorphosen der Antike in Goethes Werk
Język
niemiecki
Rok wydania
2002
Oprawa
miękka
ISBN10
3825312984
ISBN13
9783825312985
Seria
Kategorie
Opis
In Goethes produktiver Hinwendung zur Antike gibt es lebenslang nur eine Konstante: eine fortwährende Höchstschätzung. Vom Sturm und Drang bis zum Alterswerk zeichnen sich aber charakteristische Metamorphosen ab. Ob sich Goethe mit Homer, Pindar und Euripides, mit Platon oder Seneca beschäftigt, immer ist die Antike für ihn Medium einer auf die aktuelle Lebenssituation bezogenen Selbstverständigung oder Medium historischer Reflexion auf seine eigene Zeit. Die beiden größten Zeugnisse, Iphigenie auf Tauris und Faust II, zeigen ein aufschlussreiches Gegenprofil. Es ergibt sich aus der historischen Differenz dieser durch epochale Erfahrungen getrennten Werke und lässt zugleich eine wesentliche Wandlung in Goethes Geschichtsdenken erkennen. Im zweiten Teil des Faust reflektiert Goethe die Metamorphosen der Antike selbst schon kulturhistorisch angesichts einer von instrumenteller Vernunft bestimmten Moderne, deren geschichtliche Logik er als Überschreitung der aus der neuzeitlichen Rezeption der Antike entstandenen humanistisch-ästhetischen Kultur versteht.