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Das blindgeweinte Jahrhundert

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Ist im exterministischen 20. Jahrhundert, in dem der Tod ein Meister aus Deutschland wurde, Literatur noch möglich? Hat sie ihre Daseinsberechtigung verloren, da nach Auschwitz jede kulturelle Produktion nur barbarisch sein kann? Oder ist sie gerade wegen der Gräueltaten notwendig? Diese Fragen untersucht der Georg-Büchner-Preisträger von 2016 und bietet eine prägnante, weitreichende Antwort: durch Detailarbeit am Material der Realität und der Literatur. Marcel Beyer verfolgt bei seinen Erkundungen des Status von Literatur das Ausschlussprinzip: Das Radio bleibt ein eindimensionales Medium, das Kino zeigt sich stets inszeniert und ist manipulierbar wie die Fotografie. Ebenso bedarf es einer Kritik der oft anmaßenden Zeitzeugen in der Dokusoap, während die überlieferten Zeugnisse der Quellenkritik ebenfalls einer Prüfung bedürfen. Beyers poetische Bilanz, die analytisch, essaysistisch und erzählerisch ist, zeigt ernüchternd, dass Literatur ohne Reflexion über ihre Entstehung und zeitgenössische Tendenzen nicht existiert. Für Leser von Marcel Beyer ist dies ermutigend: Der Autor meistert die Herausforderungen der Vergangenheit und Gegenwart mit Nachdruck und notwendigem Spiel.

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Das blindgeweinte Jahrhundert, Marcel Beyer

Język
Rok wydania
2017
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Das blindgeweinte Jahrhundert
Podtytuł
Bild und Ton
Język
niemiecki
Wydawca
Suhrkamp
Rok wydania
2017
Oprawa
twarda
Liczba stron
268
ISBN10
3518425781
ISBN13
9783518425787
Seria
Ocena
2,35 z 5
Opis
Ist im exterministischen 20. Jahrhundert, in dem der Tod ein Meister aus Deutschland wurde, Literatur noch möglich? Hat sie ihre Daseinsberechtigung verloren, da nach Auschwitz jede kulturelle Produktion nur barbarisch sein kann? Oder ist sie gerade wegen der Gräueltaten notwendig? Diese Fragen untersucht der Georg-Büchner-Preisträger von 2016 und bietet eine prägnante, weitreichende Antwort: durch Detailarbeit am Material der Realität und der Literatur. Marcel Beyer verfolgt bei seinen Erkundungen des Status von Literatur das Ausschlussprinzip: Das Radio bleibt ein eindimensionales Medium, das Kino zeigt sich stets inszeniert und ist manipulierbar wie die Fotografie. Ebenso bedarf es einer Kritik der oft anmaßenden Zeitzeugen in der Dokusoap, während die überlieferten Zeugnisse der Quellenkritik ebenfalls einer Prüfung bedürfen. Beyers poetische Bilanz, die analytisch, essaysistisch und erzählerisch ist, zeigt ernüchternd, dass Literatur ohne Reflexion über ihre Entstehung und zeitgenössische Tendenzen nicht existiert. Für Leser von Marcel Beyer ist dies ermutigend: Der Autor meistert die Herausforderungen der Vergangenheit und Gegenwart mit Nachdruck und notwendigem Spiel.