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Der Schädelbohrer von Fichtenwald – oder – Die Metamorphosen eines Buckligen

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  • 448 stron
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Das Werk eines der bedeutendsten niederländischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts wurde bislang nicht ins Deutsche übersetzt, was mit der Radikalität seiner Deutschlandromane zusammenhängt. Sein zentraler Holocaust-Roman erzählt aus der Täterperspektive über die Gräueltaten in den Konzentrationslagern und verzerrt die Realität zu einer grotesken Revue, die wie ein umgekehrter Schöpfungsakt wirkt. Diese verstörende Leseerfahrung ist von großer Dringlichkeit. Im Fokus des 1976 verfassten Romans steht Friedolien, ein buckliger, unzuverlässiger Erzähler, Barpianist und SS-Scherge, der nach Anerkennung der „neuen Herrenmenschen-Elite“ strebt, jedoch ständig gedemütigt wird. Die Handlung spielt im fiktiven Konzentrationslager Fichtenwald, das für Friedolien als Sanatorium erscheint, wo Patienten in einer „Atmosphäre geschützter Abgeschlossenheit“ ihrer Genesung entgegensehen. Doch selbst sein kranker Geist erkennt schließlich: „Die einzige menschliche Emotion, die bleibt, ist der Hass, und mit diesem Hass haben wir unter anderem Fichtenwald aufgebaut.“ Das Nachwort von Jan Konst, dem besten Kenner von Ferrons Werk, beleuchtet, wie tief Ferron mit der Geschichte des „Dritten Reiches“ vertraut war und wie präzise er die Protagonisten seiner irren Geschichte nach der unheilvollen Realität gezeichnet hat.

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Der Schädelbohrer von Fichtenwald – oder – Die Metamorphosen eines Buckligen, Louis Ferron

Język
Rok wydania
2023
Oprawa
(twarda)
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5,0
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Tytuł
Der Schädelbohrer von Fichtenwald – oder – Die Metamorphosen eines Buckligen
Język
niemiecki
Oprawa
twarda
Liczba stron
448
ISBN10
3946990746
ISBN13
9783946990741
Seria
Kategorie
Tagi
Ocena
5 z 5
Opis
Das Werk eines der bedeutendsten niederländischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts wurde bislang nicht ins Deutsche übersetzt, was mit der Radikalität seiner Deutschlandromane zusammenhängt. Sein zentraler Holocaust-Roman erzählt aus der Täterperspektive über die Gräueltaten in den Konzentrationslagern und verzerrt die Realität zu einer grotesken Revue, die wie ein umgekehrter Schöpfungsakt wirkt. Diese verstörende Leseerfahrung ist von großer Dringlichkeit. Im Fokus des 1976 verfassten Romans steht Friedolien, ein buckliger, unzuverlässiger Erzähler, Barpianist und SS-Scherge, der nach Anerkennung der „neuen Herrenmenschen-Elite“ strebt, jedoch ständig gedemütigt wird. Die Handlung spielt im fiktiven Konzentrationslager Fichtenwald, das für Friedolien als Sanatorium erscheint, wo Patienten in einer „Atmosphäre geschützter Abgeschlossenheit“ ihrer Genesung entgegensehen. Doch selbst sein kranker Geist erkennt schließlich: „Die einzige menschliche Emotion, die bleibt, ist der Hass, und mit diesem Hass haben wir unter anderem Fichtenwald aufgebaut.“ Das Nachwort von Jan Konst, dem besten Kenner von Ferrons Werk, beleuchtet, wie tief Ferron mit der Geschichte des „Dritten Reiches“ vertraut war und wie präzise er die Protagonisten seiner irren Geschichte nach der unheilvollen Realität gezeichnet hat.