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Ethos im koptischen Mönchtum

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Die Klosterregeln und Mönchsspiegel bieten allgemeine Orientierungshilfen für das klösterliche Gemeinschaftsleben, während die zahlreichen Apophthegmata der Anachoreten und Semianachoreten (Sinnsprüche der Einsiedler und Halbeinsiedler) auf situationsgebundene Fragestellungen bezogen sind. Ein Vergleich der koptischen Quellen mit den älteren Weisheitslehren lässt erkennen, dass die Autoren und Rezipienten unterschiedlichen Gesellschaftsschichten zugehörten, was die Annahme eines Traditionsflusses erschwert. Die demotischen Spruchsammlungen stehen den koptischen Texten näher, wohl weil sie nicht nur an eine privilegierte Schicht gerichtet sind, sondern auch einer modifi zierten Theologie folgen. Trotz äußerer Ähnlichkeiten mit ägyptischen Lehren sind unterschiedliche Akzente greifbar, die nicht von einer direkten Rezeption ägyptischen Gedankengutes, ja sogar von einem Bruch reden lassen. An Stelle einer kontinuierlichen Tradierung ist also eher eine „parallele Entwicklung von gewissen Archetypen des Verhaltens“ anzunehmen.

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Ethos im koptischen Mönchtum, Andrea Eberle

Język
Rok wydania
2001
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Ethos im koptischen Mönchtum
Język
niemiecki
Rok wydania
2001
Oprawa
miękka
ISBN10
3447044799
ISBN13
9783447044790
Seria
Opis
Die Klosterregeln und Mönchsspiegel bieten allgemeine Orientierungshilfen für das klösterliche Gemeinschaftsleben, während die zahlreichen Apophthegmata der Anachoreten und Semianachoreten (Sinnsprüche der Einsiedler und Halbeinsiedler) auf situationsgebundene Fragestellungen bezogen sind. Ein Vergleich der koptischen Quellen mit den älteren Weisheitslehren lässt erkennen, dass die Autoren und Rezipienten unterschiedlichen Gesellschaftsschichten zugehörten, was die Annahme eines Traditionsflusses erschwert. Die demotischen Spruchsammlungen stehen den koptischen Texten näher, wohl weil sie nicht nur an eine privilegierte Schicht gerichtet sind, sondern auch einer modifi zierten Theologie folgen. Trotz äußerer Ähnlichkeiten mit ägyptischen Lehren sind unterschiedliche Akzente greifbar, die nicht von einer direkten Rezeption ägyptischen Gedankengutes, ja sogar von einem Bruch reden lassen. An Stelle einer kontinuierlichen Tradierung ist also eher eine „parallele Entwicklung von gewissen Archetypen des Verhaltens“ anzunehmen.