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Gerüchte über die Juden

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Der Band erscheint zur Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems: Antijüdischer Nippes und populäre Judenbilder. Die Stigmatisierung von Juden in Europa hat über Jahrhunderte die jüdische Gemeinschaft ausgegrenzt und zugleich vereinnahmt, im Kontext einer europäischen Auseinandersetzung mit dem „Orient“. In der postkolonialen Welt zeigt sich nun ein umgekehrtes Phänomen: Juden werden aus einer verschwörungstheoretischen Perspektive als Bedrohung einer angeblich „eigenen“, unteilbaren Kultur stigmatisiert. Der „Westen“, insbesondere die USA und Israel, sind dabei zu einem schillernden Feindbild geworden, auch für Menschen, die keinen Kontakt zu Juden haben. Die Bilder und Darstellungen, die dies vermitteln, sind interkulturell verblüffend. Ein Beispiel ist die erfolgreiche Fernsehspielfassung der „Protokolle der Weisen von Zion“ im ägyptischen Staatsfernsehen. Gleichzeitig erlebt die traditionelle, christlich motivierte Faszination für das „Jüdische“, die sich in Philosemitismus und Antisemitismus äußert, im Westen eine überwältigende Renaissance. Die Autoren des Bandes sind Dan Diner, Zafer Senocak, Ruth Gruber, Kurt Greussing, Hanno Loewy, Moshe Zuckermann, Holger Gehle, Juliane Wetzel, Yves Kugelmann, Bernd Fechler, Frank Stern, Astrid Messerschmidt, Werner Dreier, Monique Eckmann, Fabian Kettner und Richard Bartholomew.

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Gerüchte über die Juden, Hanno Loewy

Język
Rok wydania
2005
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Gerüchte über die Juden
Język
niemiecki
Wydawca
Klartext
Rok wydania
2005
Oprawa
miękka
ISBN10
3898615014
ISBN13
9783898615013
Seria
Opis
Der Band erscheint zur Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems: Antijüdischer Nippes und populäre Judenbilder. Die Stigmatisierung von Juden in Europa hat über Jahrhunderte die jüdische Gemeinschaft ausgegrenzt und zugleich vereinnahmt, im Kontext einer europäischen Auseinandersetzung mit dem „Orient“. In der postkolonialen Welt zeigt sich nun ein umgekehrtes Phänomen: Juden werden aus einer verschwörungstheoretischen Perspektive als Bedrohung einer angeblich „eigenen“, unteilbaren Kultur stigmatisiert. Der „Westen“, insbesondere die USA und Israel, sind dabei zu einem schillernden Feindbild geworden, auch für Menschen, die keinen Kontakt zu Juden haben. Die Bilder und Darstellungen, die dies vermitteln, sind interkulturell verblüffend. Ein Beispiel ist die erfolgreiche Fernsehspielfassung der „Protokolle der Weisen von Zion“ im ägyptischen Staatsfernsehen. Gleichzeitig erlebt die traditionelle, christlich motivierte Faszination für das „Jüdische“, die sich in Philosemitismus und Antisemitismus äußert, im Westen eine überwältigende Renaissance. Die Autoren des Bandes sind Dan Diner, Zafer Senocak, Ruth Gruber, Kurt Greussing, Hanno Loewy, Moshe Zuckermann, Holger Gehle, Juliane Wetzel, Yves Kugelmann, Bernd Fechler, Frank Stern, Astrid Messerschmidt, Werner Dreier, Monique Eckmann, Fabian Kettner und Richard Bartholomew.