Bookbot

Glaube aus Erfahrung und Deutung

Christliche Praxis statt Fundamentalismus

Autorzy

Parametry

  • 278 stron
  • 10 godzin czytania

Więcej o książce

Die christlichen Kirchen führen ihren Glauben darauf zurück, dass in Jesus Christus Gott Mensch geworden sei und sich daher in ihm Gott selbst mitgeteilt habe. Dies gilt als der zentrale Inhalt der Offenbarung und soll zugleich deren Wahrheit sowie ihre unfehlbare Weitergabe in inspirierten Schriften und in der kirchlichen Lehre begründen. Darauf beruht auch der Absolutheitsanspruch im Christentum. Paul Weß zeigt auf, dass diese Argumentation ein Zirkelschluss ist. Ein solcher liegt jedem religiösen Fundamentalismus oder „Offenbarungspositivismus“ (Dietrich Bonhoeffer) zugrunde. Die Glaubwürdigkeit einer Mitteilung Gottes kann nicht daraus abgeleitet werden, dass in ihr oder über sie gesagt wird, sie komme von Gott. Im Neuen Testament wird Jesus nicht als Gott verstanden, sondern als der Gesandte Gottes, der den Menschen ein eigenes Urteil über seine Botschaft zutraut und zumutet (vgl. Joh 7,17). Er lebte und lehrte eine neue Praxis personaler Liebe, in der das Leben als Geschenk erfahrbar wird. Auf diesem Weg können wir zum Vertrauen auf Gott als sinngebenden Grund unseres vorgegebenen Daseins gelangen, obwohl ihn "kein Mensch gesehen hat noch je zu sehen vermag2 (1 Tim 6,16). Christlicher Glaube beruht wie das mitmenschliche Vertrauen auf Erfahrung und deren Deutung. Daher ist eine entsprechende kirchliche Gemeindepraxis von fundamentaler Bedeutung für das Christentum in einer säkularen, religionskritischen Welt.

Zakup książki

Glaube aus Erfahrung und Deutung, Paul Weß

Język
Rok wydania
2010
Oprawa
(twarda)
Jak tylko się pojawi, wyślemy Ci wiadomość e-mail.

Metody płatności

Nikt jeszcze nie ocenił.Oceń

Tytuł
Glaube aus Erfahrung und Deutung
Podtytuł
Christliche Praxis statt Fundamentalismus
Język
niemiecki
Autorzy
Paul Weß
Wydawca
Müller
Rok wydania
2010
Oprawa
twarda
Liczba stron
278
ISBN10
3701311773
ISBN13
9783701311774
Seria
Opis
Die christlichen Kirchen führen ihren Glauben darauf zurück, dass in Jesus Christus Gott Mensch geworden sei und sich daher in ihm Gott selbst mitgeteilt habe. Dies gilt als der zentrale Inhalt der Offenbarung und soll zugleich deren Wahrheit sowie ihre unfehlbare Weitergabe in inspirierten Schriften und in der kirchlichen Lehre begründen. Darauf beruht auch der Absolutheitsanspruch im Christentum. Paul Weß zeigt auf, dass diese Argumentation ein Zirkelschluss ist. Ein solcher liegt jedem religiösen Fundamentalismus oder „Offenbarungspositivismus“ (Dietrich Bonhoeffer) zugrunde. Die Glaubwürdigkeit einer Mitteilung Gottes kann nicht daraus abgeleitet werden, dass in ihr oder über sie gesagt wird, sie komme von Gott. Im Neuen Testament wird Jesus nicht als Gott verstanden, sondern als der Gesandte Gottes, der den Menschen ein eigenes Urteil über seine Botschaft zutraut und zumutet (vgl. Joh 7,17). Er lebte und lehrte eine neue Praxis personaler Liebe, in der das Leben als Geschenk erfahrbar wird. Auf diesem Weg können wir zum Vertrauen auf Gott als sinngebenden Grund unseres vorgegebenen Daseins gelangen, obwohl ihn "kein Mensch gesehen hat noch je zu sehen vermag2 (1 Tim 6,16). Christlicher Glaube beruht wie das mitmenschliche Vertrauen auf Erfahrung und deren Deutung. Daher ist eine entsprechende kirchliche Gemeindepraxis von fundamentaler Bedeutung für das Christentum in einer säkularen, religionskritischen Welt.