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Der Köder

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"An jenem Morgen trieb eine tote Katze im Hafen, eine schwarze Katze, die an der Wasseroberfläche schwamm, steif ausgestreckt glitt sie langsam an einem Kahn entlang. Aus ihrer Schnauze ragte ein verwester Fischkopf, an dem eine drei oder vier Zentimeter lange, abgerissene Angelschnur hing. Im ersten Augenblick war dieser Fischkopf mir schlicht als Überrest eines Angelköders vorgekommen ...": Was sich beim ersten Anblick als ein schlichtes Faktum darbietet, wächst sich in der Folge zum immer wiederkehrenden Bild eines äußeren wie inneren Dramas, zum Symptom einer mysteriösen Befindlichkeit aus. Und doch hatte alles - wie in jedem bislang vorgelegten Roman unseres Autors - ganz unscheinbar angefangen, aus einem Nichts gleichsam: Eines Tages im Herbst kommt der anonyme Ich-Erzähler samt achtmonatigem Söhnchen und Buggy in Sasuelo an, mietet sich im einzigen Hotel am Platze ein und bereitet sich darauf vor, im Ort lebende Bekannte zu besuchen. Doch schon nach kurzem überfällt ihn eine rätselhafte Befangenheit, läßt ihn den Besuch immer weiter aufschieben. Und plötzlich ist ihm, als sei nicht nur er es, der sich verweigert, vielmehr, als würden auch seine Bekannten sich ihm entziehen, nicht ohne ihn dabei fortwährend zu kontrollieren und zu überwachen.

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Der Köder, Jean Philippe Toussaint

Język
Rok wydania
1993
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Der Köder
Język
niemiecki
Wydawca
Suhrkamp
Rok wydania
1993
Oprawa
twarda
ISBN10
3518405640
ISBN13
9783518405642
Seria
Oryginalna nazwa
La réticence
Opis
"An jenem Morgen trieb eine tote Katze im Hafen, eine schwarze Katze, die an der Wasseroberfläche schwamm, steif ausgestreckt glitt sie langsam an einem Kahn entlang. Aus ihrer Schnauze ragte ein verwester Fischkopf, an dem eine drei oder vier Zentimeter lange, abgerissene Angelschnur hing. Im ersten Augenblick war dieser Fischkopf mir schlicht als Überrest eines Angelköders vorgekommen ...": Was sich beim ersten Anblick als ein schlichtes Faktum darbietet, wächst sich in der Folge zum immer wiederkehrenden Bild eines äußeren wie inneren Dramas, zum Symptom einer mysteriösen Befindlichkeit aus. Und doch hatte alles - wie in jedem bislang vorgelegten Roman unseres Autors - ganz unscheinbar angefangen, aus einem Nichts gleichsam: Eines Tages im Herbst kommt der anonyme Ich-Erzähler samt achtmonatigem Söhnchen und Buggy in Sasuelo an, mietet sich im einzigen Hotel am Platze ein und bereitet sich darauf vor, im Ort lebende Bekannte zu besuchen. Doch schon nach kurzem überfällt ihn eine rätselhafte Befangenheit, läßt ihn den Besuch immer weiter aufschieben. Und plötzlich ist ihm, als sei nicht nur er es, der sich verweigert, vielmehr, als würden auch seine Bekannten sich ihm entziehen, nicht ohne ihn dabei fortwährend zu kontrollieren und zu überwachen.