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Täterinnen. Frauen im Nationalsozialismus

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Die Rolle von Frauen im »Dritten Reich« wurde lange Zeit hauptsächlich als die von Opfern wahrgenommen, während die Täterinnen oft ignoriert wurden. Dabei waren Frauen aktive Mitglieder der SS, bewachten Konzentrationslager und misshandelten weibliche Häftlinge. Sie assistierten als Ärztinnen und Krankenschwestern bei Menschenversuchen und Euthanasie-Aktionen und schlugen als Fürsorgerinnen Zwangssterilisationen vor. Die wenigen Frauen, die für ihre Vergehen verfolgt und verurteilt wurden, wurden von Justiz und Öffentlichkeit als besonders grausam und unweiblich dargestellt. Diese Dämonisierung verhinderte eine tiefere Auseinandersetzung mit ihren Taten und schuf eine Distanz zur Mehrheit der „normalen“ Frauen. Das gängige Bild des »Dritten Reiches« wird daher vor allem von männlichen NS-Größen geprägt. Das Buch von Kathrin Kompisch beleuchtet das breite Spektrum weiblicher Täterschaft, von KZ-Aufseherinnen über Frauen in Polizei und Justiz bis hin zu den am Holocaust beteiligten Schreibtischtäterinnen. Durch Kurzbiografien einzelner Täterinnen wird das Phänomen greifbar und erhält ein konkretes Gesicht, das die vielfältigen Rollen des „schwachen Geschlechts“ während dieser dunklen Epoche verdeutlicht.

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Täterinnen. Frauen im Nationalsozialismus, Kathrin Kompisch

Język
Rok wydania
2008
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Täterinnen. Frauen im Nationalsozialismus
Język
niemiecki
Rok wydania
2008
Oprawa
twarda
Liczba stron
277
ISBN10
341220188X
ISBN13
9783412201883
Seria
Tagi
Ocena
3,9 z 5
Opis
Die Rolle von Frauen im »Dritten Reich« wurde lange Zeit hauptsächlich als die von Opfern wahrgenommen, während die Täterinnen oft ignoriert wurden. Dabei waren Frauen aktive Mitglieder der SS, bewachten Konzentrationslager und misshandelten weibliche Häftlinge. Sie assistierten als Ärztinnen und Krankenschwestern bei Menschenversuchen und Euthanasie-Aktionen und schlugen als Fürsorgerinnen Zwangssterilisationen vor. Die wenigen Frauen, die für ihre Vergehen verfolgt und verurteilt wurden, wurden von Justiz und Öffentlichkeit als besonders grausam und unweiblich dargestellt. Diese Dämonisierung verhinderte eine tiefere Auseinandersetzung mit ihren Taten und schuf eine Distanz zur Mehrheit der „normalen“ Frauen. Das gängige Bild des »Dritten Reiches« wird daher vor allem von männlichen NS-Größen geprägt. Das Buch von Kathrin Kompisch beleuchtet das breite Spektrum weiblicher Täterschaft, von KZ-Aufseherinnen über Frauen in Polizei und Justiz bis hin zu den am Holocaust beteiligten Schreibtischtäterinnen. Durch Kurzbiografien einzelner Täterinnen wird das Phänomen greifbar und erhält ein konkretes Gesicht, das die vielfältigen Rollen des „schwachen Geschlechts“ während dieser dunklen Epoche verdeutlicht.