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Müde Museen

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Museen sind Massenmedien. Aufwendige Ausstellungsprojekte erreichen immense Besucherzahlen; kühne Museumsbauten bilden neue Landmarken. Lauter Erfolgsgeschichten, oder? Doch auch wenn sie es ungern zugeben: Betrieb und Besucher sind gleichermaßen ermüdet. Immer mehr, immer teurer, immer multimedialer – und irgendwie immer dasselbe … Der Mangel an Ideen und gedanklicher Tiefe, die ängstliche Befriedigung antizipierter Erwartungen und die Selbstreferenzialität des Betriebs gehören für den Philosophen und Kurator Daniel Tyradellis zu den Kernproblemen der Museen. Wichtiger als ein breiteres Spektrum an Exponaten und Präsentationsformen sollten die inhaltlichen Überlegungen sein, die Themen und Thesen einer Ausstellung, die sich von den überholten Oppositionen und Zuordnungen frei machen und dadurch den Museen neue Möglichkeiten eröffnen, mit ihren Objekten und ihrer Expertise umzugehen. So könnten Ausstellungen entstehen, die jeden Besucher ernst nehmen, das Denken in neue Bahnen lenken und das Museum als einzigartiges Medium nutzen, um Erfahrungsräume anderer Art zu öffnen.

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Müde Museen, Daniel Tyradellis

Język
Rok wydania
2014
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Müde Museen
Język
niemiecki
Rok wydania
2014
Oprawa
miękka
ISBN10
389684153X
ISBN13
9783896841537
Seria
Tagi
Ocena
4 z 5
Opis
Museen sind Massenmedien. Aufwendige Ausstellungsprojekte erreichen immense Besucherzahlen; kühne Museumsbauten bilden neue Landmarken. Lauter Erfolgsgeschichten, oder? Doch auch wenn sie es ungern zugeben: Betrieb und Besucher sind gleichermaßen ermüdet. Immer mehr, immer teurer, immer multimedialer – und irgendwie immer dasselbe … Der Mangel an Ideen und gedanklicher Tiefe, die ängstliche Befriedigung antizipierter Erwartungen und die Selbstreferenzialität des Betriebs gehören für den Philosophen und Kurator Daniel Tyradellis zu den Kernproblemen der Museen. Wichtiger als ein breiteres Spektrum an Exponaten und Präsentationsformen sollten die inhaltlichen Überlegungen sein, die Themen und Thesen einer Ausstellung, die sich von den überholten Oppositionen und Zuordnungen frei machen und dadurch den Museen neue Möglichkeiten eröffnen, mit ihren Objekten und ihrer Expertise umzugehen. So könnten Ausstellungen entstehen, die jeden Besucher ernst nehmen, das Denken in neue Bahnen lenken und das Museum als einzigartiges Medium nutzen, um Erfahrungsräume anderer Art zu öffnen.