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Eine Kindheit in vormaurischer Zeit

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Der sozialistische Alltag bleibt draußen vor der Tür. Im Schweriner Dom fühlen sich die Jugendlichen beim Jugendpfarrer wohler als in den Gruppensitzungen der Jungen Pioniere. Die Mutter eröffnet in preußisch-tatkräftiger Manier ein Schülerpensionat, um ihre Kinder satt zu kriegen. So trotzt eine bürgerlich-protestantische Lebensgemeinschaft der geistigen und materiellen Mangelwirtschaft im deutschen Sozialismus. Doch das Leben in Schwerin der 1950er Jahre dringt unerbittlich in den Privatraum der Familie ein, denn selbst in Freundschaften oder auf dem Pausenhof kann jedes Wort zu viel sein. Die Autorin schildert, wie Menschen mit bedrohlichen Situationen umgehen, ohne Humor und Tatkraft zu verlieren, und zeigt, dass Kindheit voller unbeschwerter Momente sein kann. Sie beschreibt das tägliche Arrangieren zwischen Auflehnung und Rückzug, ganz ohne Selbstmitleid, aber mit scharfem Blick. Im zweiten Teil verleiht Christine Brinck verschiedenen Stimmen Gehör, die die Sehnsucht nach Freiheit, den Verdruss an der Diktatur und die Flucht aus der DDR verbinden. Dazu gehören ein Tennis-Crack, der sich der Konkurrenz in der Welt stellen wollte, ein Philosophiestudent, dem die Wahrheit wichtiger war als die Partei, und ein Schweizer Mädchen, das in die bürokratischen Mühlen einer Diktatur geriet. Unaufgeregt im Ton, aber scharfsinnig in der Sache, ist dieses Buch ein Dokument aus fast vergessener Zeit und somit Aufklärung im besten Sin

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Eine Kindheit in vormaurischer Zeit, Christine Brinck

Język
Rok wydania
2010
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Eine Kindheit in vormaurischer Zeit
Język
niemiecki
Rok wydania
2010
Oprawa
twarda
Liczba stron
172
ISBN10
382700926x
ISBN13
9783827009265
Seria
Tagi
Ocena
4 z 5
Opis
Der sozialistische Alltag bleibt draußen vor der Tür. Im Schweriner Dom fühlen sich die Jugendlichen beim Jugendpfarrer wohler als in den Gruppensitzungen der Jungen Pioniere. Die Mutter eröffnet in preußisch-tatkräftiger Manier ein Schülerpensionat, um ihre Kinder satt zu kriegen. So trotzt eine bürgerlich-protestantische Lebensgemeinschaft der geistigen und materiellen Mangelwirtschaft im deutschen Sozialismus. Doch das Leben in Schwerin der 1950er Jahre dringt unerbittlich in den Privatraum der Familie ein, denn selbst in Freundschaften oder auf dem Pausenhof kann jedes Wort zu viel sein. Die Autorin schildert, wie Menschen mit bedrohlichen Situationen umgehen, ohne Humor und Tatkraft zu verlieren, und zeigt, dass Kindheit voller unbeschwerter Momente sein kann. Sie beschreibt das tägliche Arrangieren zwischen Auflehnung und Rückzug, ganz ohne Selbstmitleid, aber mit scharfem Blick. Im zweiten Teil verleiht Christine Brinck verschiedenen Stimmen Gehör, die die Sehnsucht nach Freiheit, den Verdruss an der Diktatur und die Flucht aus der DDR verbinden. Dazu gehören ein Tennis-Crack, der sich der Konkurrenz in der Welt stellen wollte, ein Philosophiestudent, dem die Wahrheit wichtiger war als die Partei, und ein Schweizer Mädchen, das in die bürokratischen Mühlen einer Diktatur geriet. Unaufgeregt im Ton, aber scharfsinnig in der Sache, ist dieses Buch ein Dokument aus fast vergessener Zeit und somit Aufklärung im besten Sin