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Regierungszeit des Mittelbaus?

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Wie hat sich das Potenzial gesellschaftskritischer Perspektiven, das mit der Studentenbewegung in der West-Berliner Publizistikwissenschaft entstanden war, nach '1968' weiterentwickelt? Der Band untersucht, wie sich Lehre, Forschung und akademische Selbstverwaltung verändert haben und welchen Einfluss Politik, Universitäten und Mediensystem sowie individuelle Protagonisten und organisierte Gruppen in einer etwa zwanzigjährigen Phase hatten. Diese Phase unterscheidet die Berliner Fachentwicklung von anderen Standorten. Durch biografische Interviews und fachgeschichtliche Aufsätze wird eine differenzierte Annäherung an diese umkämpfte Phase der Institutsgeschichte ermöglicht, ohne eine geschlossene Deutung anzustreben. Vertreterinnen und Vertreter des Fachs kommen zu Wort und schildern, wie sie ihre disparaten Ideen und Interessen durchzusetzen und zu institutionalisieren versuchten. Der Band beleuchtet die Berliner Pressekonzentrationsforschung und das Berliner Modell der Journalistenausbildung sowie die erbitterten Lagerkämpfe, die Situation des akademischen Mittelbaus, Ausstattungsnöte und wachsende Studentenzahlen. Zudem wird aufgezeigt, wie die Berliner Publizistikwissenschaft zum Objekt politischer Interessen wurde. So werden Aufschwung und Niedergang medien- und gesellschaftskritischer Ansätze an einem Standort erhellt, der bis heute einer der größten in der Kommunikationswissenschaft ist.

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Regierungszeit des Mittelbaus?, Maria Löblich

Język
Rok wydania
2020
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Regierungszeit des Mittelbaus?
Język
niemiecki
Rok wydania
2020
Oprawa
miękka
ISBN10
3869624884
ISBN13
9783869624884
Seria
Tagi
Opis
Wie hat sich das Potenzial gesellschaftskritischer Perspektiven, das mit der Studentenbewegung in der West-Berliner Publizistikwissenschaft entstanden war, nach '1968' weiterentwickelt? Der Band untersucht, wie sich Lehre, Forschung und akademische Selbstverwaltung verändert haben und welchen Einfluss Politik, Universitäten und Mediensystem sowie individuelle Protagonisten und organisierte Gruppen in einer etwa zwanzigjährigen Phase hatten. Diese Phase unterscheidet die Berliner Fachentwicklung von anderen Standorten. Durch biografische Interviews und fachgeschichtliche Aufsätze wird eine differenzierte Annäherung an diese umkämpfte Phase der Institutsgeschichte ermöglicht, ohne eine geschlossene Deutung anzustreben. Vertreterinnen und Vertreter des Fachs kommen zu Wort und schildern, wie sie ihre disparaten Ideen und Interessen durchzusetzen und zu institutionalisieren versuchten. Der Band beleuchtet die Berliner Pressekonzentrationsforschung und das Berliner Modell der Journalistenausbildung sowie die erbitterten Lagerkämpfe, die Situation des akademischen Mittelbaus, Ausstattungsnöte und wachsende Studentenzahlen. Zudem wird aufgezeigt, wie die Berliner Publizistikwissenschaft zum Objekt politischer Interessen wurde. So werden Aufschwung und Niedergang medien- und gesellschaftskritischer Ansätze an einem Standort erhellt, der bis heute einer der größten in der Kommunikationswissenschaft ist.