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Zahl und Diagramm. Aspekte formaler Argumentation im Werk des Liu Mu der chinesischen Song-Zeit (960-1279)

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Die Frage nach den historischen Vorläufern heutiger quantitativ gestützter Argumentation und Datenvisualisierung ist hochaktuell. Das Yijing ist einer der bedeutendsten Texte des traditionellen China und verbindet verschiedene Zeichentypen wie Schrift, Bild, Zahl und Diagramm. Die reiche Kommentartradition zum Yijing, die in der praktischen Anwendung zur Divination erprobt wurde, stellte eine wichtige Quelle für die traditionelle chinesische Kosmologie dar. Eine generelle Tendenz war die angestrebte Konvergenz thematisch weit voneinander entlegener Wissensfelder. Das Werk Yishu gouyin tu des Liu Mu aus der Nördlichen Song-Zeit (960–1126) belebt die Studien zum Yijing nach der Tang-Dynastie neu. Sein bisher verkanntes Werk entwirft ein auf Zahlen basierendes Weltbild, das von den ersten Dingen des Kosmos über Naturvorstellungen, Kalendarik, Divination und Tugendlehre bis hin zu Familienbeziehungen, Anatomie und Musik reicht. Quantitative und qualitative Eigenschaften von Zahlen bilden die Bruchlinien einer theoretischen Vereinheitlichung dieser Bereiche. Erst im Medium der Diagramme werden die abstrakten Gedankengänge kosmologischer Ordnung begreiflich. Die Annahme einer formalen Strenge in der Erklärung der Welt wird in ihren traditionellen Einflüssen, philosophischen Querbezügen und kontroversen Rezeptionsgeschichten eingehend beleuchtet.

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Zahl und Diagramm. Aspekte formaler Argumentation im Werk des Liu Mu der chinesischen Song-Zeit (960-1279), Holger Lund, Julia Schneider, Ulrike Schick

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Rok wydania
2022
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Zahl und Diagramm. Aspekte formaler Argumentation im Werk des Liu Mu der chinesischen Song-Zeit (960-1279)
Język
niemiecki
Rok wydania
2022
Oprawa
miękka
ISBN10
3961475091
ISBN13
9783961475094
Seria
Opis
Die Frage nach den historischen Vorläufern heutiger quantitativ gestützter Argumentation und Datenvisualisierung ist hochaktuell. Das Yijing ist einer der bedeutendsten Texte des traditionellen China und verbindet verschiedene Zeichentypen wie Schrift, Bild, Zahl und Diagramm. Die reiche Kommentartradition zum Yijing, die in der praktischen Anwendung zur Divination erprobt wurde, stellte eine wichtige Quelle für die traditionelle chinesische Kosmologie dar. Eine generelle Tendenz war die angestrebte Konvergenz thematisch weit voneinander entlegener Wissensfelder. Das Werk Yishu gouyin tu des Liu Mu aus der Nördlichen Song-Zeit (960–1126) belebt die Studien zum Yijing nach der Tang-Dynastie neu. Sein bisher verkanntes Werk entwirft ein auf Zahlen basierendes Weltbild, das von den ersten Dingen des Kosmos über Naturvorstellungen, Kalendarik, Divination und Tugendlehre bis hin zu Familienbeziehungen, Anatomie und Musik reicht. Quantitative und qualitative Eigenschaften von Zahlen bilden die Bruchlinien einer theoretischen Vereinheitlichung dieser Bereiche. Erst im Medium der Diagramme werden die abstrakten Gedankengänge kosmologischer Ordnung begreiflich. Die Annahme einer formalen Strenge in der Erklärung der Welt wird in ihren traditionellen Einflüssen, philosophischen Querbezügen und kontroversen Rezeptionsgeschichten eingehend beleuchtet.