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Junger Herr, ganz groß. Roman

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  • 359 stron
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Der »Halbe Mond« ist ein uraltes Provinzhotel, in dem Landgeschlechter seit Jahrhunderten wohnen. Es hat die Fähigkeit, sich geheimnisvoll zu erneuern und gleichzeitig beständig zu bleiben. In der holzgetäfelten, verräucherten Gaststube sind zwar breite Spiegelscheiben nach dem Markt eingebaut, doch der Groschen rollt weiterhin nach der Fensterseite, ein unveränderliches Merkmal dieser alten Stuben. Die Strammins kennen in Stralsund nur dieses Hotel und sind dort stets wie Familienmitglieder empfangen, insbesondere ich, der immer als Sohn des Hauses behandelt werde. An einem Juniabend, als ich die Halle betrat, bemerkte ich sofort, dass etwas nicht stimmte. Herr Ericke, der Besitzer, und der dicke Portier Puttfarken standen hinter dem Empfang. Vor ihnen war eine schlanke Frau in einem weißlichen Staubmantel, deren dunkelblondes Haar unter einem Reisehütchen hervorquoll. Neben ihr stand ein kleiner Lederkoffer, voll mit ausländischen Hotelzetteln, die italienisch wirkten. Als die Schwingtür hinter mir zufiel, warf mir Herr Ericke einen Blick zu, der um Geduld bat. Er wandte sich dann höflich, aber bestimmt an die Dame und erklärte: »Es tut mir leid, gnädige Frau, aber wir haben wirklich nicht ein einziges Zimmer frei.«

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Junger Herr, ganz groß. Roman, Hans Fallada

Język
Rok wydania
1993
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Junger Herr, ganz groß. Roman
Język
niemiecki
Rok wydania
1993
Oprawa
miękka
Liczba stron
359
ISBN13
9783548207926
Seria
Tagi
Opis
Der »Halbe Mond« ist ein uraltes Provinzhotel, in dem Landgeschlechter seit Jahrhunderten wohnen. Es hat die Fähigkeit, sich geheimnisvoll zu erneuern und gleichzeitig beständig zu bleiben. In der holzgetäfelten, verräucherten Gaststube sind zwar breite Spiegelscheiben nach dem Markt eingebaut, doch der Groschen rollt weiterhin nach der Fensterseite, ein unveränderliches Merkmal dieser alten Stuben. Die Strammins kennen in Stralsund nur dieses Hotel und sind dort stets wie Familienmitglieder empfangen, insbesondere ich, der immer als Sohn des Hauses behandelt werde. An einem Juniabend, als ich die Halle betrat, bemerkte ich sofort, dass etwas nicht stimmte. Herr Ericke, der Besitzer, und der dicke Portier Puttfarken standen hinter dem Empfang. Vor ihnen war eine schlanke Frau in einem weißlichen Staubmantel, deren dunkelblondes Haar unter einem Reisehütchen hervorquoll. Neben ihr stand ein kleiner Lederkoffer, voll mit ausländischen Hotelzetteln, die italienisch wirkten. Als die Schwingtür hinter mir zufiel, warf mir Herr Ericke einen Blick zu, der um Geduld bat. Er wandte sich dann höflich, aber bestimmt an die Dame und erklärte: »Es tut mir leid, gnädige Frau, aber wir haben wirklich nicht ein einziges Zimmer frei.«