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Marc Chagall

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Chagall wurde in einer strenggläubigen jüdischen Familie geboren, in der das Verbot, Menschen bildlich darzustellen, zum religiösen Dogma gehörte. Trotz ärmlicher Verhältnisse litt seine Familie nicht unter Not. Nach einem misslungenen Versuch, an der Kunstschule des Barons Stieglitz aufgenommen zu werden, gelang es ihm, in die von Nikolai Roerich geleitete Schule der Kaiserlichen Gesellschaft zur Förderung der Künste zu kommen. Später wählte Chagall Paris als Wohnsitz und traf im Künstlerviertel La Ruche viele Landsleute wie Lipschitz, Zadkine, Soutine und Archipenko, die ebenfalls von der Anziehungskraft der Stadt angezogen wurden. In den 1920er Jahren wurde bereits festgestellt, dass Paris seiner Malkunst den nötigen Schliff verlieh, mit einer sensiblen Sprödigkeit und einer präzisen Stimmigkeit zwischen Linie und Farbklang. Chagall hatte eine „stilistische Immunität“ und ließ sich inspirieren, ohne seinem eigenen Stil untreu zu werden. Er lernte von anderen Künstlern und überwand seine jugendliche Unbeholfenheit, behielt jedoch seinen „Archimedespunkt“. Kritiker und Forscher verwenden oft musikalische Terminologie, um Chagalls Kunst zu beschreiben, da seine Motive und Gestalten eine klangliche Wirkung besitzen. Farbe erscheint als Rhythmus, Linie als Melodie, was seiner Malkunst eine zeitliche Dimension verleiht.

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Marc Chagall, Victoria Charles

Język
Rok wydania
2011
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Marc Chagall
Język
niemiecki
Rok wydania
2011
Oprawa
twarda
Liczba stron
81
ISBN10
1904310656
ISBN13
9781904310655
Seria
Opis
Chagall wurde in einer strenggläubigen jüdischen Familie geboren, in der das Verbot, Menschen bildlich darzustellen, zum religiösen Dogma gehörte. Trotz ärmlicher Verhältnisse litt seine Familie nicht unter Not. Nach einem misslungenen Versuch, an der Kunstschule des Barons Stieglitz aufgenommen zu werden, gelang es ihm, in die von Nikolai Roerich geleitete Schule der Kaiserlichen Gesellschaft zur Förderung der Künste zu kommen. Später wählte Chagall Paris als Wohnsitz und traf im Künstlerviertel La Ruche viele Landsleute wie Lipschitz, Zadkine, Soutine und Archipenko, die ebenfalls von der Anziehungskraft der Stadt angezogen wurden. In den 1920er Jahren wurde bereits festgestellt, dass Paris seiner Malkunst den nötigen Schliff verlieh, mit einer sensiblen Sprödigkeit und einer präzisen Stimmigkeit zwischen Linie und Farbklang. Chagall hatte eine „stilistische Immunität“ und ließ sich inspirieren, ohne seinem eigenen Stil untreu zu werden. Er lernte von anderen Künstlern und überwand seine jugendliche Unbeholfenheit, behielt jedoch seinen „Archimedespunkt“. Kritiker und Forscher verwenden oft musikalische Terminologie, um Chagalls Kunst zu beschreiben, da seine Motive und Gestalten eine klangliche Wirkung besitzen. Farbe erscheint als Rhythmus, Linie als Melodie, was seiner Malkunst eine zeitliche Dimension verleiht.